Gravity (2013)
Alfonso Cuaróns technisch revolutionärer Überlebensfilm im Erdorbit, in dem Sandra Bullock nach einer Katastrophe allein ums Überleben kämpft.
Was ist Gravity (2013)?
Alfonso Cuaróns technisch revolutionärer Überlebensfilm im Erdorbit, in dem Sandra Bullock nach einer Katastrophe allein ums Überleben kämpft.
Alfonso Cuarón schuf mit Gravity einen Film, der die Grenzen der Kinotechnik verschob und gleichzeitig eine archaische Überlebensgeschichte erzählt. Sandra Bullock spielt Dr. Ryan Stone, eine Mediziningenieurin auf ihrer ersten Weltraummission, die bei einem Routineeinsatz am Hubble-Teleskop in eine Katastrophe gerät.
Trümmer eines zerstörten Satelliten rasen durch den Erdorbit und vernichten das Space Shuttle, wobei die meisten Crew-Mitglieder sterben. Stone und der erfahrene Astronaut Matt Kowalski, gespielt von George Clooney, treiben hilflos im All. Der Film beginnt mit einer berühmten dreizehnminütigen Plansequenz ohne sichtbaren Schnitt, die den Zuschauer unmittelbar in die Schwerelosigkeit versetzt.
Emmanuel Lubezki gewann für die Kameraarbeit einen Oscar. Die visuelle Darstellung des Erdorbits erreichte ein Realitätsniveau, das selbst NASA-Astronauten beeindruckte. Cuarón nutzt die physikalische Bedrohung als Rahmen für eine Geschichte über Trauer und den Willen zum Weiterleben: Stone hat den Tod ihrer Tochter nie verarbeitet, und die Isolation im All zwingt sie, sich dieser Wunde zu stellen.
Gravity gewann sieben Oscars, darunter Beste Regie, und spielte über 700 Millionen Dollar ein. Der Film bewies, dass harter, physikalisch plausibler Science-Fiction kommerziell funktionieren kann, ohne auf Aliens oder futuristische Waffen zurückzugreifen. Das Kessler-Syndrom, die Kettenreaktion aus Trümmerkollisionen, die den Film antreibt, ist ein reales Problem der Raumfahrt und wurde durch Gravity einem breiten Publikum bekannt.
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