Hohmann-Transfer
Die energiesparendste Methode, zwischen zwei Umlaufbahnen zu wechseln, zwei kurze Triebwerksstöße und eine elliptische Übergangsbahn.
Was ist Hohmann-Transfer?
Die energiesparendste Methode, zwischen zwei Umlaufbahnen zu wechseln, zwei kurze Triebwerksstöße und eine elliptische Übergangsbahn.
Der Hohmann-Transfer ist ein orbitales Manöver, das ein Raumschiff mit minimalem Treibstoffverbrauch von einer kreisförmigen Umlaufbahn auf eine andere bringt. Es besteht aus zwei Triebwerksstößen (Burns): Der erste schickt das Raumschiff auf eine elliptische Transferbahn, der zweite zirkularisiert die Bahn am Zielpunkt.
Das Konzept wurde 1925 vom deutschen Ingenieur Walter Hohmann in seinem Buch 'Die Erreichbarkeit der Himmelskörper' beschrieben. Es ist die treibstoffeffizienteste Methode für Transfers zwischen zwei koplanaren Kreisbahnen, solange das Verhältnis der Bahnradien unter 11,94 liegt.
Für einen Hohmann-Transfer von der Erdumlaufbahn zum Mars benötigt ein Raumschiff ein Delta-v von etwa 3,6 km/s und ist rund 8–9 Monate unterwegs. Günstige Startfenster öffnen sich alle 26 Monate, wenn Erde und Mars die richtige relative Position haben (synodische Periode).
Für eiligere Transfers gibt es Alternativen: Bi-elliptische Transfers (effizienter bei großen Radiusunterschieden), Lambert-Transfers (flexiblere Startzeiten) und Low-Energy-Transfers über Lagrange-Punkte (extrem sparsam, aber sehr langsam). Moderne Missionen kombinieren oft Hohmann-artige Transfers mit Gravity Assists.
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