Psycho-Pass
Dystopischer Anime über eine Zukunft, in der das psychische Potential für Kriminalität gemessen und präventiv bestraft wird.
Was ist Psycho-Pass?
Dystopischer Anime über eine Zukunft, in der das psychische Potential für Kriminalität gemessen und präventiv bestraft wird.
Psycho-Pass (2012) ist ein Cyberpunk-Anime, der Philip K. Dicks Minority Report mit Orwells 1984 kreuzt und in ein dystopisches Japan des 22. Jahrhunderts versetzt. Das Sibyl-System überwacht die Bürger permanent und misst ihren Crime Coefficient, einen Wert, der ihr psychisches Potential für kriminelles Verhalten anzeigt.
Wenn der Crime Coefficient einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, werden die Betroffenen als latente Kriminelle eingestuft, noch bevor sie eine Straftat begehen. Die Enforcer des Public Safety Bureau jagen diese Personen mit Dominatoren, Waffen, die sich nur aktivieren, wenn das Sibyl-System die Zielperson als Bedrohung einstuft. Bei hohen Werten wechselt der Dominator automatisch in den Lethal-Modus.
Die Protagonistin Akane Tsunemori ist eine junge Inspektorin, die an die Gerechtigkeit des Systems glaubt, bis sie auf Shogo Makishima trifft: einen Serienmörder, dessen Crime Coefficient trotz seiner Taten bei null bleibt. Das System kann ihn nicht erkennen. Diese Entdeckung untergräbt das Fundament der gesamten Gesellschaft.
Psycho-Pass stellt Fragen, die in Zeiten von Predictive Policing und KI-gestützter Überwachung brisanter sind denn je: Kann ein Algorithmus Schuld vorhersagen? Ist es gerecht, jemanden für etwas zu bestrafen, das er noch nicht getan hat? Und was passiert mit einer Gesellschaft, die Sicherheit über Freiheit stellt?
Die Serie hat mehrere Staffeln und Filme hervorgebracht, aber die erste Staffel (geschrieben von Gen Urobuchi) bleibt das konzentrierteste und wirkungsvollste Werk. Der philosophische Unterbau, der sich auf Foucault, Bentham und Orwell bezieht, verleiht der Action-Oberfläche eine Tiefe, die den Anime weit über das Genre hinaushebt.
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