Vera C. Rubin Observatory
800.000 Alarmmeldungen pro Nacht: Das Rubin Observatory in Chile kartiert seit 2025 den gesamten Südhimmel alle drei Nächte, und wird dabei Milliarden neuer Objekte entdecken.
Was ist Vera C. Rubin Observatory?
800.000 Alarmmeldungen pro Nacht: Das Rubin Observatory in Chile kartiert seit 2025 den gesamten Südhimmel alle drei Nächte, und wird dabei Milliarden neuer Objekte entdecken.
Das Vera C. Rubin Observatory (ehemals LSST, Large Synoptic Survey Telescope) steht auf dem Cerro Pachon in Chile und beherbergt die größte jemals gebaute Digitalkamera: 3,2 Gigapixel, mit einem Bildfeld von 9,6 Quadratgrad (40-mal Vollmond). Am 15. April 2025 empfing das vollständige System sein erstes Licht.
Das Legacy Survey of Space and Time (LSST) wird über zehn Jahre den gesamten sichtbaren Südhimmel alle drei Nächte abfotografieren, in sechs Farbfiltern. Am 24. Februar 2026 ging das Echtzeit-Alarmsystem online: In einer einzigen Nacht erzeugte es 800.000 Transient Alerts, Meldungen über Objekte, die ihre Helligkeit verändert haben.
Wissenschaftliche Ziele: Kartierung der Dunklen Materie durch schwache Gravitationslinseneffekte. Messung der Dunklen Energie durch Supernovae vom Typ Ia. Katalogisierung von Milliarden Galaxien und Sternen. Entdeckung gefährlicher erdnaher Asteroiden (geschätzt 60–90 % aller NEOs ab 140 m Durchmesser). Identifikation transienter Phänomene: Supernovae, Gammastrahlenausbrüche, stellare Eruptionen, variable Sterne.
Für die Planetare Erkundung besonders relevant: Rubin wird interstellare Objekte wie 'Oumuamua systematisch entdecken und könnte erstmals statistisch erfassen, wie häufig Material aus anderen Sternensystemen unser Sonnensystem durchquert.
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