Manifest
Gute Bücher verdienen
Sichtbarkeit.
Science Fiction hat in Deutschland ein Problem. Und Selfpublishing hat ein Problem. Weil ich mich zu beidem zähle, wurde Buchknall geboren.
SciFi in Deutschland
Deutschsprachige Science Fiction fristet ein Nischendasein. In den Buchhandlungen stehen drei Regalmeter zwischen Krimi und Fantasy, gefüllt mit den immer gleichen Namen. Deutsche SF-Autoren haben es schwer, wahrgenommen zu werden, weil das Genre hierzulande als Nerd-Nische gilt, während es international Millionen bewegt. Cixin Liu verkauft weltweit, Dune füllt Kinos, The Expanse begeistert Millionen auf Amazon Prime. Aber frag mal in einer deutschen Buchhandlung nach einem aktuellen deutschsprachigen SciFi-Roman.
Selfpublishing in Deutschland
Selfpublishing hat ein Image-Problem. In den Köpfen vieler Leser steht SP für ungekürzte Erstfassungen, schlechte Cover und fehlende Qualitätskontrolle. Buchhandlungen führen keine SP-Titel. Literaturpreise schließen sie aus oder schieben sie in Sonderkategorien. Rezensionsblogs ignorieren sie. Amazon-Algorithmen begraben sie unter Massenpublikationen.
Dabei hat Selfpublishing einige der erfolgreichsten SF-Bücher der letzten Jahre hervorgebracht. Hugh Howey schrieb Wool als SP-Novelle und landete bei Apple TV+. Andy Weir stellte Der Marsianer auf seine Website und wurde von Ridley Scott verfilmt. Marko Kloos lehnte eine Hugo-Nominierung ab, weil sein SP-Titel sie angeblich nicht verdiente. Die Leser sahen das anders.
Die Idee
Dieses Lexikon stellt Indie-Romane neben Verlagsklassiker. Gleiche Seitenstruktur, gleiche Beschreibungstiefe, gleiche Empfehlungslogik. Kein separater Bereich, kein Sternchen, kein Kleingedrucktes. Wenn ein Buch gut genug ist, steht es neben Dune. Wenn ein Autor gute Geschichten schreibt, steht er neben Asimov.
63 von 489 Titeln in diesem Lexikon sind Selfpublishing oder den Weg vom SP zum Verlag gegangen. Das sind 13%. Sie stehen zwischen den Klassikern, weil sie dorthin gehören.
Die Regeln
Qualität entscheidet, Veröffentlichungsweg nicht. Jedes Buch wird gleich kuratiert, egal ob Heyne oder Eigenverlag auf dem Rücken steht. Jede Beschreibung ist eigener Text, keine kopierten Klappentexte, keine automatisch generierten Zusammenfassungen. KI-generierte Bücher sind ausgeschlossen. Autoren dürfen selbst bestimmen, wie ihr Buch beschrieben und kategorisiert wird.
Die Einladung
Du hast ein SciFi-Buch geschrieben? Du hast es selbst veröffentlicht, weil kein Verlag geantwortet hat, oder weil du es so wolltest? Trag es ein. Kostenlos. Es steht morgen neben Foundation und Neuromancer.