Wissenschaft

Big Rip

Die Dunkle Energie zerreißt erst Galaxien, dann Sterne, dann Atome — das gewalttätigste aller Endzeitszenarien.

Was ist Big Rip?

Die Dunkle Energie zerreißt erst Galaxien, dann Sterne, dann Atome — das gewalttätigste aller Endzeitszenarien.

Der Big Rip ist ein kosmologisches Szenario, das 2003 von Robert Caldwell vorgeschlagen wurde und zu den dramatischsten Enden gehört, die das Universum nehmen könnte. Die Prämisse: Wenn die Dunkle Energie nicht konstant bleibt, sondern im Laufe der Zeit stärker wird, dann wird sie irgendwann alles auseinanderreißen. Zuerst würden Galaxienhaufen auseinanderdriften.

Dann einzelne Galaxien. Dann Sternensysteme. Schließlich würde die expandierende Kraft Sterne, Planeten und am Ende die Atome selbst zerreißen. Das Universum endet nicht in Dunkelheit oder Hitze, sondern wird buchstäblich in seine Bestandteile zerlegt.

Der Zeitrahmen hängt von der Stärke der sogenannten Phantomenergie ab, aber Berechnungen liegen typischerweise bei 20 bis 50 Milliarden Jahren in der Zukunft. In der Science Fiction ist der Big Rip weniger verbreitet als der Big Crunch, aber er taucht in Werken auf, die sich mit dem absoluten Ende aller Dinge befassen. Peter F.

Hamilton und Alastair Reynolds haben das Szenario in ihre Kosmologien eingebaut. Der Big Rip ist deshalb so verstörend, weil er suggeriert, dass selbst die fundamentalsten Strukturen der Materie nicht sicher sind: Am Ende gewinnt die Expansion über alles.

Verwandte Begriffe