Higgs-Boson
Das Teilchen, das Masse verleiht — 2012 am CERN entdeckt und in den Medien als Gottesteilchen bekannt.
Was ist Higgs-Boson?
Das Teilchen, das Masse verleiht — 2012 am CERN entdeckt und in den Medien als Gottesteilchen bekannt.
Das Higgs-Boson ist ein Elementarteilchen, das 1964 von Peter Higgs und anderen Physikern theoretisch vorhergesagt und 2012 am CERN mit dem Large Hadron Collider experimentell nachgewiesen wurde. Es ist das Austauschteilchen des Higgs-Feldes, eines unsichtbaren Feldes, das das gesamte Universum durchzieht. Wenn Teilchen mit dem Higgs-Feld interagieren, erhalten sie Masse.
Je stärker die Wechselwirkung, desto größer die Masse. Photonen interagieren nicht mit dem Feld, weshalb Licht masselos ist. Die Medien tauften es das Gottesteilchen, ein Name, den Physiker fast ausnahmslos verabscheuen.
Der Begriff stammt vom Physiker Leon Lederman, dessen Verleger den ursprünglichen Titel The Goddamn Particle (weil es so schwer zu finden war) in The God Particle änderte. Die Entdeckung am CERN war der Abschluss einer fast fünfzigjährigen Suche und erforderte den größten und teuersten wissenschaftlichen Apparat, der je gebaut wurde. In der Science Fiction taucht das Higgs-Boson als Plot-Element auf, wenn es um die Manipulation von Masse geht. Könnte man die Wechselwirkung eines Objekts mit dem Higgs-Feld verändern, könnte man theoretisch seine Masse reduzieren oder eliminieren, eine Idee, die Antigravitation und überlichtschnelle Reise in den Bereich des Denkbaren rückt.
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