H. G. Wells
Britischer Autor, der mit Die Zeitmaschine, Krieg der Welten und Die Insel des Dr. Moreau die Grundlagen der modernen Science-Fiction legte.
Was ist H. G. Wells?
Britischer Autor, der mit Die Zeitmaschine, Krieg der Welten und Die Insel des Dr. Moreau die Grundlagen der modernen Science-Fiction legte.
Herbert George Wells gilt neben Jules Verne als Vater der Science-Fiction und hat mit seinen Romanen um die Wende zum 20. Jahrhundert Themen und Motive etabliert, die das Genre bis heute prägen. Die Zeitmaschine (1895) war der erste Roman, der eine mechanische Vorrichtung für Zeitreisen verwendete und das Konzept populär machte.
Wells nutzte die Reise in die ferne Zukunft als soziale Allegorie: Die Menschheit hat sich in die friedlichen, aber verweichlichten Eloi und die unterirdischen, kannibalischen Morlocks gespalten, eine Warnung vor der Klassengesellschaft des viktorianischen England. Der Krieg der Welten (1898) erfand das Alien-Invasions-Genre und schockierte die Leser mit der Vorstellung, dass eine technologisch überlegene Zivilisation die Menschheit so mitleidlos behandeln könnte, wie der europäische Kolonialismus die Völker Afrikas und Asiens behandelt hatte. Orson Welles' berühmte Radioadaption von 1938 löste angeblich Panik aus.
Die Insel des Dr. Moreau (1896) erforscht die Grenzen zwischen Mensch und Tier durch einen Wissenschaftler, der Tiere chirurgisch in menschenähnliche Wesen verwandelt. Der unsichtbare Mann (1897) und Die ersten Menschen im Mond (1901) erweiterten sein Repertoire.
Wells war neben seiner literarischen Tätigkeit ein politischer Denker, der sich für Sozialismus, Weltregierung und Bildung einsetzte. Seine Romane zeichnen sich durch ihre Verbindung von spekulativer Idee und gesellschaftlicher Kritik aus, ein Ansatz, den spätere Autoren wie George Orwell und Aldous Huxley weiterführten. Wells' Einfluss auf die Science-Fiction ist so fundamental, dass viele seiner Erfindungen als Allgemeingut gelten.
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