Weltraummedizin

Langzeitfolgen Schwerelosigkeit

Muskelabbau, Knochenverlust, Flüssigkeitsverschiebung, Augenveränderungen, Immunschwäche, der menschliche Körper ist nicht für die Schwerelosigkeit gebaut.

Was ist Langzeitfolgen Schwerelosigkeit?

Muskelabbau, Knochenverlust, Flüssigkeitsverschiebung, Augenveränderungen, Immunschwäche, der menschliche Körper ist nicht für die Schwerelosigkeit gebaut.

Langzeitige Schwerelosigkeit (Mikrogravitation) verursacht eine Kaskade physiologischer Veränderungen, die nahezu jedes Organsystem betreffen. Die wichtigsten Effekte:

Muskuloskelettales System: 1–1,5 % Knochendichteverlust pro Monat, 10–20 % Muskelschwund auf kurzen Missionen, Veränderungen der Wirbelsäulengeometrie (Astronauten werden 3–5 cm größer, was Rückenschmerzen verursacht).

Kardiovaskuläres System: Das Herz wird rundlicher und schwächer (cardiac deconditioning), das Blutvolumen sinkt, und die Gefäße verlieren an Elastizität. Bei der Rückkehr zur Schwerkraft droht orthostatische Intoleranz (Ohnmacht beim Stehen).

Neuro-okuläres System: SANS betrifft 70 % der Langzeitastronauten mit Sehveränderungen durch Flüssigkeitsverschiebung.

Immunsystem: Latente Viren (Herpes, Varicella Zoster, Epstein-Barr) reaktivieren sich häufiger; die Immunantwort auf neue Erreger ist geschwächt.

Zentrales Nervensystem: Strukturelle Veränderungen im Gehirn (Verschiebung von grauer Substanz, Erweiterung der Ventrikel) wurden mittels MRT dokumentiert.

Nicht alle Effekte sind nach der Rückkehr reversibel. Knochendichte und Immunfunktion erholen sich oft unvollständig.