Magnetfeld (planetar)
Der unsichtbare Schutzschild eines Planeten, ohne Magnetfeld ist die Atmosphäre dem Sternwind schutzlos ausgeliefert.
Was ist Magnetfeld (planetar)?
Der unsichtbare Schutzschild eines Planeten, ohne Magnetfeld ist die Atmosphäre dem Sternwind schutzlos ausgeliefert.
Ein planetares Magnetfeld wird durch den Dynamo-Effekt erzeugt: Konvektionsströme im flüssigen Metallkern eines Planeten erzeugen elektrische Ströme, die wiederum ein Magnetfeld generieren. Die Erde hat einen aktiven Dynamo (flüssiges Eisen-Nickel im äußeren Kern), der Mars nicht mehr, sein Kern ist vermutlich erstarrt.
Das Magnetfeld der Erde lenkt den Sonnenwind ab und schützt die Atmosphäre vor Erosion. Ohne diesen Schutz hätte die Erde möglicherweise das gleiche Schicksal wie der Mars erlitten. Die Van-Allen-Gürtel, Regionen eingefangener geladener Teilchen, sind eine direkte Folge des Magnetfelds und schirmen die Oberfläche zusätzlich vor kosmischer Strahlung ab.
Für die Bewohnbarkeit von Exoplaneten ist das Magnetfeld ein entscheidender Faktor. Ob gezeitengebundene Planeten um rote Zwerge ein Magnetfeld erzeugen können, ist umstritten: Die langsame Rotation könnte den Dynamo schwächen, andererseits könnte ein großer flüssiger Kern auch bei langsamer Rotation funktionieren.
Für die Mars-Terraforming-Debatte schlug 2017 ein NASA-Team vor, einen supraleitenden Magneten am Lagrange-Punkt L1 zwischen Mars und Sonne zu platzieren, der den Sonnenwind ablenkt. Kim Stanley Robinson beschreibt in der Mars-Trilogie den Aufbau eines künstlichen Magnetfelds als Teil des Terraforming-Prozesses.
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