Regolith
Die Schicht aus losem Gestein, Staub und Trümmern, die Mond, Mars und Asteroiden bedeckt, Rohstoff und Hindernis für Kolonisten zugleich.
Was ist Regolith?
Die Schicht aus losem Gestein, Staub und Trümmern, die Mond, Mars und Asteroiden bedeckt, Rohstoff und Hindernis für Kolonisten zugleich.
Regolith (griechisch: 'Steindecke') ist das lockere Material, das die feste Gesteinsoberfläche eines Himmelskörpers bedeckt. Auf dem Mond besteht er aus zertrümmertem Gestein, Glasperlen von Meteoreinschlägen und feinstem Staub, bis zu 15 Meter tief. Auf dem Mars ist der Regolith durch chemische Verwitterung und Windtransport geprägt und enthält Perchlorate (giftige Salze).
Lunarer Regolith ist ein zweischneidiges Schwert für künftige Kolonisten: Einerseits enthält er Sauerstoff (gebunden in Silikaten), Aluminium, Eisen und in polaren Kratern sogar Wassereis. 3D-Druck mit Regolith als Baumaterial ist ein aktives Forschungsfeld, ESA und NASA testen Verfahren, um Mondhabitate direkt aus dem Boden zu drucken. Andererseits ist Mondstaub extrem abrasiv (scharfkantig, da nie durch Wind oder Wasser abgeschliffen), statisch geladen und gesundheitsschädlich für die Lunge.
Mars-Regolith enthält 0,5–1 % Perchlorate, die für Menschen toxisch sind, aber durch Bakterien oder chemische Behandlung entfernt werden könnten. Andy Weirs The Martian (2011) thematisiert die Arbeit mit Mars-Regolith für den Kartoffelanbau, obwohl der Roman die Perchlorat-Problematik vereinfacht.
In Artemis (2017) von Andy Weir ist Regolith-basierte Industrie die wirtschaftliche Grundlage der Mondkolonie.
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