Kommunikation

Optisches SETI

Statt nach Radiosignalen sucht Optisches SETI nach kurzen, intensiven Laserpulsen, eine Methode, die seit 2000 zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Was ist Optisches SETI?

Statt nach Radiosignalen sucht Optisches SETI nach kurzen, intensiven Laserpulsen, eine Methode, die seit 2000 zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Optisches SETI (OSETI) sucht nach künstlichen Lichtsignalen außerirdischer Zivilisationen, insbesondere nach ultrakurzen Laserpulsen im Nanosekundenbereich, die für Bruchteile von Sekunden heller als der Mutterstern des Senders leuchten würden.

Die Idee geht auf Schwartz und Townes (1961) zurück, die argumentierten, dass intensive Laserpulse die effizienteste Art wären, ein Signal über interstellare Distanzen zu senden. Lange galt die benötigte Laserleistung als unrealistisch, doch technologische Fortschritte machten die Idee ab den späten 1990ern praktikabel.

Meilensteine: 1998–1999 inspizierte eine Harvard-Studie rund 2.500 Sterne. 2006 bauten Paul Horowitz und die Planetary Society ein dediziertes 1,8-Meter-OSETI-Teleskop an der Harvard-Universität, die erste systematische Himmelsdurchmusterung nach Lasersignalen, die alle 200 Nächte den sichtbaren Himmel abdeckt. Seit 2017 entwickelt das LaserSETI-Projekt ein weltweites Netzwerk optischer Detektoren, das den gesamten Himmel rund um die Uhr überwachen soll. VERITAS, ein Gamma-Teleskop-Array, wurde 2019 in Kooperation mit Breakthrough Listen für OSETI-Beobachtungen eingesetzt.

Vorteile gegenüber Radio-SETI: Optische Signale lassen sich präziser bündeln (geringere Streuung), die Informationsdichte pro Photon ist höher, und es gibt weniger natürliche optische Störquellen. Bisher wurde kein bestätigtes künstliches Signal gefunden.