Dyson-Sphären-Suche
Die Suche nach Megastrukturen um fremde Sterne, eine Zivilisation, die ihre Sonne komplett einhüllt, müsste als Infrarotquelle ohne sichtbaren Stern auffallen.
Was ist Dyson-Sphären-Suche?
Die Suche nach Megastrukturen um fremde Sterne, eine Zivilisation, die ihre Sonne komplett einhüllt, müsste als Infrarotquelle ohne sichtbaren Stern auffallen.
Eine Dyson-Sphäre (korrekt: Dyson-Schwarm) ist eine hypothetische Megastruktur, die einen Stern vollständig umgibt und dessen gesamte Energieabstrahlung einfängt. Das Konzept wurde 1960 von Freeman Dyson vorgeschlagen, nicht als konkreter Bauplan, sondern als unvermeidliche Konsequenz einer stetig wachsenden Zivilisation.
Eine vollständige Dyson-Sphäre wäre im sichtbaren Licht unsichtbar, aber im Infrarot eine intensive Quelle: Die Struktur absorbiert Sternenlicht und strahlt die Abwärme als Infrarotstrahlung ab. Die Suche konzentriert sich daher auf Sterne, die ungewöhnlich viel Infrarot-Überschuss zeigen.
Mehrere systematische Suchen wurden durchgeführt. Das Projekt G (2015) analysierte 100.000 Galaxien in WISE-Infrarotdaten auf Anzeichen von Typ-III-Zivilisationen (galaktische Energienutzung), ohne Ergebnis. Projekt Hephaistos (2024) untersuchte Millionen von Sternen und identifizierte 7 Kandidaten mit ungewöhnlichem Infrarot-Überschuss, für die natürliche Erklärungen (Staubscheiben) nicht auszuschließen sind.
Partielle Dyson-Strukturen (Dyson-Schwärme aus Tausenden Solarsatelliten) wären schwerer zu entdecken, da sie den Stern nur teilweise verdecken. Die Lichtcharakteristik wäre aber anders als bei natürlichen Transitobjekten, ein aktives Forschungsgebiet.
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