Persönlichkeit

Orson Scott Card

Amerikanischer Autor (*1951), Schöpfer der Ender-Saga und Gewinner von Hugo und Nebula Award in zwei aufeinanderfolgenden Jahren.

Was ist Orson Scott Card?

Amerikanischer Autor (*1951), Schöpfer der Ender-Saga und Gewinner von Hugo und Nebula Award in zwei aufeinanderfolgenden Jahren.

Orson Scott Card (*1951) schrieb mit "Ender's Game" (1985) und "Speaker for the Dead" (1986) zwei Romane, die jeweils den Hugo und den Nebula Award gewannen. Zwei Jahre hintereinander beide Preise zu gewinnen, hat in der Geschichte der Science-Fiction sonst niemand geschafft.

"Ender's Game" erzählt von Andrew "Ender" Wiggin, einem Kind, das in einer Militärakademie im Weltraum zum Kommandanten gegen eine außerirdische Bedrohung ausgebildet wird. Der Roman funktioniert auf mehreren Ebenen: als militärische Coming-of-Age-Geschichte, als Allegorie über die Manipulation von Kindern durch Institutionen und als philosophische Frage über die Natur von Feindschaft.

Die Pointe des Romans (über die hier nichts verraten wird) gehört zu den wirkungsvollsten Wendungen der Science-Fiction. Sie zwingt den Leser, alles Gelesene neu zu bewerten, und stellt die Frage, ob ein Sieg, der auf Täuschung basiert, überhaupt ein Sieg sein kann.

"Speaker for the Dead" ist ein völlig anderes Buch. Statt Krieg geht es um Verständigung. Ender, inzwischen erwachsen, reist als "Sprecher für die Toten" zu einer Welt mit einer neuen außerirdischen Spezies. Seine Aufgabe: die Wahrheit über Verstorbene auszusprechen, ohne zu urteilen. Der Roman ist langsamer, nachdenklicher und für viele Leser der bessere der beiden.

Die Ender-Saga umfasst mittlerweile über ein Dutzend Romane und Nebenreihen. Die Parallelreihe um "Ender's Shadow" erzählt dieselben Ereignisse aus der Perspektive von Bean, einem anderen Kind in der Battle School.

Die Verfilmung "Ender's Game" (2013) mit Harrison Ford und Asa Butterfield blieb hinter den Erwartungen zurück. Die innere Komplexität des Romans ließ sich in zwei Stunden nicht abbilden.

Cards gesellschaftspolitische Positionen haben in der SciFi-Community zu kontroversen Debatten geführt. Seine Werke werden davon unabhängig gelesen und diskutiert, wobei viele Leser eine Trennung zwischen Autor und Werk vornehmen.