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Das Spiel Enders

Orson Scott Cards preisgekrönter Roman über ein Wunderkind, das in einer Militärakademie im All zum ultimativen Strategen gegen eine Alien-Bedrohung ausgebildet wird.

Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus Das Spiel Enders von Orson Scott Card.

Enders Game, im Deutschen als Das große Spiel oder Das Spiel Enders bekannt, gewann sowohl den Nebula Award (1985) als auch den Hugo Award (1986) und gehört zu den meistgelesenen und meistdiskutierten SciFi-Romanen aller Zeiten. Andrew Ender Wiggin ist ein sechs Jahre altes Genie, das in die Battle School geschickt wird, eine Militärakademie im Erdorbit, um gegen die Bugger ausgebildet zu werden, eine insektoide Alien-Spezies, die die Erde zweimal angegriffen hat. Ender wird systematisch isoliert, unter Druck gesetzt und manipuliert, damit er zum brillantesten Kommandeur wird, den die Menschheit je hervorgebracht hat.

Die Schwerelosigkeits-Kampfspiele in der Battle School gehören zu den einprägsamsten Szenen der Science-Fiction. Card stellt Fragen über die Ethik der Kindersoldaten, die Manipulation von Hochbegabten durch Institutionen und die moralische Verantwortung für Handlungen, deren Konsequenzen man nicht überblicken kann. Am Ende der finalen Schlacht glaubt Ender, nur eine Simulation zu befehligen. Tatsächlich hat er die gesamte Spezies der Bugger ausgelöscht, ein Twist, der die gesamte Geschichte in einem neuen Licht erscheinen lässt und Enders Sieg zur Tragödie macht.

Der Nachfolger Speaker for the Dead, ebenfalls mit Nebula (1986) und Hugo (1987) prämiert, wechselt das Genre und erzählt eine Geschichte über Verständigung und Sühne, die den Militarismus des ersten Bandes dekonstruiert und Ender Jahrzehnte später als Fürsprecher für eine neue Alien-Spezies zeigt. Card ist damit einer von nur wenigen Autoren, denen es gelang, mit zwei aufeinanderfolgenden Romanen jeweils beide großen Genre-Auszeichnungen zu gewinnen.

Die Ender-Reihe umfasst inzwischen zahlreiche Romane und Parallelserien, darunter die Shadow-Saga aus der Sicht von Enders Kamerad Bean. Der Roman wurde 2013 von Gavin Hood mit Asa Butterfield als Ender und Harrison Ford als Colonel Graff verfilmt. Der Roman steht seit Jahren auf der Empfehlungsliste des US Marine Corps für professionelle Lektüre, wegen seiner Auseinandersetzung mit Führung, Manipulation und den Grenzen militärischer Befehlsgewalt. Cards politische und religiöse Äußerungen haben seinen Ruf kontrovers gemacht, doch die literarische Qualität und die emotionale Wirkung des Romans bleiben unbestritten.

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Das Spiel Enders. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/das-spiel-enders/ (abgerufen am 25.08.2026).