Ratgeber
Teleskop kaufen: 13 Geräte im Vergleich
Ein Teleskop ist kein Fernseher. Es zeigt nicht, was auf den Bildern der Raumsonden zu sehen ist, und es zeigt es nicht auf Knopfdruck. Was es zeigt, ist trotzdem außergewöhnlich: Schatten in Mondkratern, die Ringe des Saturn als scharfe Linie, den Orionnebel als grauen Schleier mit vier eingebetteten Sternen. Diese Seite sortiert dreizehn Geräte, die es aktuell zu kaufen gibt, in drei Klassen, und sagt bei jedem dazu, was es nicht kann.
Preise und Verfügbarkeit haben wir am 18. August 2026 bei Astroshop.de geprüft. Beides ändert sich, die Empfehlung selbst ändert sich seltener. Wir listen nur Geräte, die wir nach Recherche in Fachtests und den einschlägigen Foren guten Gewissens nennen können, keine Sortimentsbreite und keine Bestenliste nach Provision.
Smart-Teleskope sind eine eigene Gattung
Vier der dreizehn Geräte auf dieser Seite haben kein Okular. Man schaut nicht hindurch, man schaut auf ein Handy oder Tablet. Der Sensor sammelt viele kurze Aufnahmen und rechnet sie live zu einem Bild zusammen, das mit jeder Minute klarer wird. Das nennt sich elektronisch unterstütztes Beobachten, kurz EAA.
Der Gewinn ist echt: Farbige Nebel, Spiralarme von Galaxien, Strukturen, die im Okular selbst großer Teleskope grau und blass bleiben, erscheinen hier nach ein paar Minuten auf dem Bildschirm. Auch vom beleuchteten Balkon aus. Der Preis dafür ist ebenso echt: Es gibt keinen direkten Blick durch das Gerät, die Brennweiten sind kurz, Planeten bleiben winzig, und ohne die App des Herstellers geht gar nichts.
Wer sich zwischen Smart-Teleskop und klassischem Gerät entscheiden muss, sollte sich eine einzige Frage stellen: Will ich Licht sehen, das gerade eben angekommen ist, oder will ich ein Bild sammeln? Beide Antworten sind gültig. Es sind nur nicht dieselben Hobbys.
Einsteiger
bis rund 480 Euro, bewusst ohne Automatik
Hier zählt nur eines: möglichst viel Öffnung für möglichst wenig Geld, dazu ein Aufbau, der niemanden abschreckt. Diese Geräte haben keine Motoren, keine App und keine Kabel. Gesucht wird von Hand, und genau das ist der Punkt: Wer den Himmel selbst absucht, lernt ihn kennen.
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Skywatcher Heritage FlexTube 130P 130 mm Öffnung manuell 130 Millimeter Öffnung für 265 Euro, das beste Verhältnis von Licht zu Preis am Einstieg Datenblatt und Einschätzung →
Skywatcher Heritage FlexTube 150P 150 mm Öffnung manuell 150 Millimeter Öffnung, die hellste Optik unterhalb von 400 Euro Datenblatt und Einschätzung →
Skywatcher Skyliner Classic 150P 150 mm Öffnung manuell Langes Öffnungsverhältnis f/8: kontraststarkes, ruhiges Bild an Mond und Planeten Datenblatt und Einschätzung →
Skywatcher Skyliner Classic 200P 200 mm Öffnung manuell 200 Millimeter Öffnung, ab hier zeigen Galaxien Struktur statt nur ein Fleck zu sein Datenblatt und Einschätzung → Mittelklasse
rund 400 bis 600 Euro, mit Automatik
Ab gut 400 Euro kommt die Elektronik ins Spiel. Entweder als GoTo, das die Objekte selbst anfährt, oder als Smart-Teleskop, das gar kein Okular mehr hat. Beides nimmt das Suchen ab, beides kostet Öffnung. Das ist ein echter Handel, kein Fortschritt umsonst.
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Skywatcher Heritage Virtuoso GTi 150P 150 mm Öffnung GoTo GoTo per SynScan-App direkt vom Handy, ohne Handsteuerbox und ohne Einnorden Datenblatt und Einschätzung →
DWARFLAB Dwarf 3 35 mm Öffnung Smart-Teleskop Zeigt Nebel farbig auf dem Bildschirm, die im Okular jedes Teleskops grau bleiben Datenblatt und Einschätzung →
DWARFLAB Dwarf mini 30 mm Öffnung Smart-Teleskop 840 Gramm, das kleinste ernstzunehmende Smart-Teleskop am Markt Datenblatt und Einschätzung → Enthusiast
ab rund 700 Euro
Oberhalb von 700 Euro trennen sich die Wege endgültig: entweder viel Öffnung mit Komfort, oder ein spezialisiertes Gerät für Planeten, oder ein Smart-Teleskop, das Bilder sammelt, während man daneben sitzt. Kein Gerät dieser Klasse kann alles.
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ZWO Seestar S30 Pro 30 mm Öffnung Smart-Teleskop Nachfolger des eingestellten Seestar S50, mit Mosaik-Modus für großflächige Ziele Datenblatt und Einschätzung →
Celestron NexStar 127 SLT 127 mm Öffnung GoTo 1500 Millimeter Brennweite an 127 Millimetern Öffnung, Planeten und Mondkrater sind das Zuhause dieses Geräts Datenblatt und Einschätzung →
Celestron StarSense Explorer Dobson 8" 203 mm Öffnung Push-to 203 Millimeter Öffnung mit Smartphone-Navigation, das Handy zeigt an, wohin geschoben werden muss Datenblatt und Einschätzung →
Celestron NexStar 6 SE GoTo 152 mm Öffnung GoTo Der GoTo-Klassiker: 152 Millimeter Öffnung bei 1500 Millimetern Brennweite, kompakt und vielseitig Datenblatt und Einschätzung →
Vaonis Vespera II 50 mm Öffnung Smart-Teleskop 8,3 Megapixel und Mosaik bis 24 Megapixel, die größten Bildfelder der Smart-Klasse Datenblatt und Einschätzung →
Skywatcher Skyliner FlexTube 254 GoTo 254 mm Öffnung GoTo 254 Millimeter Öffnung mit voller Automatik, mehr Licht plus GoTo gibt es unter 2000 Euro nicht Datenblatt und Einschätzung → Wie sich diese Seiten finanzieren
Auf den Klassen- und Geräteseiten steht unter der Beratung jeweils ein Link zu Astroshop.de. Kaufst du dort über diesen Link, erhält BuchKnall eine Provision vom Händler, für dich ändert sich am Preis nichts. Diese Links sind mit einem Sternchen gekennzeichnet. Auf der Reihenfolge, der Auswahl und den Einschätzungen ändert das ohnehin nichts: Das teuerste Gerät ist hier nicht das empfohlene, und der Preis-Leistungs-Tipp der Einsteigerklasse kostet 265 Euro.
Die Produktabbildungen auf diesen Seiten stammen von Astroshop.de und liegen beim Händler beziehungsweise bei den jeweiligen Herstellern. Wir zeigen sie zur Identifikation der besprochenen Geräte.