Spezies

Cybermen

Die Cybermen aus Doctor Who sind kybernetisch umgebaute Wesen, die Emotionen entfernen und andere Lebensformen upgraden wollen.

Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus Doctor Who.

Die Cybermen gehören zu den bekanntesten Gegnern aus 'Doctor Who'. Sie traten erstmals 1966 in der Geschichte 'The Tenth Planet' auf. Ursprünglich stammen sie vom Planeten Mondas, einer Art Zwillingswelt der Erde. Die Mondasier ersetzten im Kampf ums Überleben immer mehr organische Körperteile durch Technik und entfernten schließlich Emotionen, weil diese als Schwäche galten. Aus Selbsterhaltung wurde Entmenschlichung.

Spätere Doctor-Who-Epochen interpretierten die Cybermen mehrfach neu. Es gibt Cybermen aus Parallelwelten, unterschiedliche Designs und verschiedene Entstehungslinien. Der Kern bleibt jedoch erstaunlich stabil: Körper werden verbessert, Gefühle unterdrückt, Individualität ausgelöscht. Die Cybermen sprechen oft von Upgrade, doch dieses Upgrade ist Zwang. Wer konvertiert wird, überlebt biologisch oder technisch, verliert aber das eigene Selbst.

Gerade darin unterscheiden sie sich von den Daleks. Daleks hassen und vernichten aus ideologischer Reinheit. Cybermen wirken kälter. Sie sehen ihre Konversion oft als logische Verbesserung. Angst, Schmerz, Trauer und Liebe werden als Probleme behandelt, die man entfernen kann. Das macht sie zu einer der stärksten Transhumanismus-Warnungen im populären Fernsehen: Nicht jede Verbesserung ist Befreiung, besonders wenn Zustimmung fehlt.

Viele starke Cybermen-Geschichten drehen sich um Reste von Menschlichkeit. Ein teilweise konvertierter Mensch, eine wiederkehrende Erinnerung oder eine emotionale Störung kann das System erschüttern. Folgen wie 'Spare Parts' im Audioformat oder TV-Geschichten wie 'World Enough and Time' zeigen, wie grausam der Übergang sein kann. Die eigentliche Horroridee liegt nicht im Metallgesicht, sondern im Verlust der inneren Stimme.

Für Science Fiction sind die Cybermen ein langlebiges Motiv, weil sie Technikangst und Körperangst verbinden. Sie fragen, wie viel Mensch bleibt, wenn Schmerz, Fleisch und Gefühl entfernt werden. Ihre Antwort ist erschreckend praktisch: genug, um weiterzugehen, zu wenig, um frei zu sein.

Ihre stärksten Auftritte zeigen daher oft nicht die fertige Armee, sondern den Prozess der Konversion. Das metallische Endprodukt ist furchtbar, aber der Übergang ist der eigentliche Horror.

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Cybermen. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/cybermen/ (abgerufen am 06.06.2026).

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