Enceladus (Saturnmond)
Kleiner Saturnmond, der Wasserfontänen ins All schießt — unter seinem Eis liegt ein Ozean mit hydrothermalen Schloten.
Was ist Enceladus (Saturnmond)?
Kleiner Saturnmond, der Wasserfontänen ins All schießt — unter seinem Eis liegt ein Ozean mit hydrothermalen Schloten.
Enceladus hat nur 500 Kilometer Durchmesser, ist aber einer der aufregendsten Orte im Sonnensystem. Die Cassini-Sonde entdeckte 2005 gewaltige Wasserfontänen (Geysire), die aus Spalten am Südpol ins All schießen und Saturns E-Ring speisen. In diesen Fontänen fanden sich Salzwasser, organische Moleküle und Silikat-Nanopartikel, die nur bei Temperaturen über 90 °C an Gesteins-Wasser-Kontaktzonen entstehen. Der Mond besitzt also einen globalen Salzwasserozean mit aktiven hydrothermalen Schloten am Meeresboden.
Auf der Erde wimmeln solche Schlote vor Leben, das ohne Sonnenlicht auskommt. Enceladus ist damit neben Europa der vielversprechendste Kandidat für außerirdisches Leben. Brandon Q. Morris widmete dem Mond den Auftakt seiner Enceladus-Reihe, in der eine Expedition unter dem Eis auf unerklärliche Phänomene stößt. Michael Carroll nutzt ähnliche Settings in seiner Reihe wissenschaftlicher Romane über Eismonde.
Das Besondere: Man muss nicht einmal landen und bohren, um den Ozean zu untersuchen. Die Fontänen liefern Proben direkt ins All. Eine zukünftige Mission könnte durch die Geysire fliegen und nach Biosignaturen suchen.
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