GPT
Generative Pre-trained Transformer: die Modellreihe von OpenAI, die Large Language Models in den Mainstream brachte.
GPT (Generative Pre-trained Transformer) ist eine Reihe von Sprachmodellen, die OpenAI seit 2018 entwickelt. GPT-1 hatte 117 Millionen Parameter und konnte einfache Texte vervollständigen. GPT-2 (2019) mit 1,5 Milliarden Parametern schrieb so überzeugende Texte, dass OpenAI die Veröffentlichung zunächst zurückhielt. GPT-3 (2020, 175 Milliarden Parameter) veränderte die Wahrnehmung von KI in der Öffentlichkeit grundlegend.
Mit ChatGPT (November 2022) erreichte die Technologie die breite Masse. Innerhalb von fünf Tagen hatte der Dienst eine Million Nutzer. GPT-4 (2023) zeigte multimodale Fähigkeiten: Es verarbeitet Text und Bilder. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklung hat Debatten über KI-Sicherheit, Arbeitsmarktveränderungen und die Zukunft kreativer Berufe ausgelöst.
Für die Science-Fiction ist GPT ein Wendepunkt. Seit Jahrzehnten schreibt das Genre über sprechende Computer, und plötzlich existiert ein System, das Gespräche führt, Geschichten erfindet und Code schreibt. Die Diskussion hat sich verschoben: Nicht mehr "Wird es jemals eine sprechende Maschine geben?", sondern "Was bedeutet es, dass die Maschine schon spricht?"
Gerade dieser Perspektivwechsel macht GPT zu einem kulturellen Wendepunkt. Über Jahrzehnte war die sprechende Maschine ein fernes Versprechen der Science-Fiction, nun ist sie Alltag auf Millionen Bildschirmen. Damit verlagert sich die Debatte von der Frage, ob künstliche Sprachfähigkeit überhaupt möglich ist, hin zu den Folgen ihrer Allgegenwart für Kreativität, Bildung, Arbeit und Wahrheit. GPT steht so stellvertretend für einen Moment, in dem ein altes Genre-Motiv die Fiktion verlässt und unmittelbar in den Alltag der Menschen eintritt.
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