Astronomie

Heliosphäre

Die Blase aus Sonnenwind, die das gesamte Sonnensystem umhüllt und vor kosmischer Strahlung schützt — ihre Grenze markiert den Übergang zum interstellaren Raum.

Was ist Heliosphäre?

Die Blase aus Sonnenwind, die das gesamte Sonnensystem umhüllt und vor kosmischer Strahlung schützt — ihre Grenze markiert den Übergang zum interstellaren Raum.

Heliosphäre
NASA/JPL-Caltech — Die Heliosphäre auf ihrer Reise durch den interstellaren Raum

Die Heliosphäre ist die riesige, blasenförmige Region um die Sonne, die vom Sonnenwind aufgespannt wird. An der Heliopause, etwa 120 AU von der Sonne entfernt, trifft der nach außen strömende Sonnenwind auf das interstellare Medium und wird abgebremst. Die Heliosphäre schirmt das Sonnensystem teilweise vor galaktischer kosmischer Strahlung ab.

Voyager 1 durchquerte die Heliopause 2012, Voyager 2 folgte 2018 — die einzigen menschengemachten Objekte im interstellaren Raum. Die Daten zeigten, dass die Grenze nicht scharf, sondern eine turbulente Übergangszone ist.

Die Heliosphäre ist nicht kugelförmig, sondern durch die Bewegung des Sonnensystems durch das interstellare Medium verformt — vorn komprimiert, hinten zu einem langen Schweif ausgezogen. Ihre genaue Form ist Gegenstand aktueller Forschung.

In der Science Fiction markiert die Heliopause die symbolische und physikalische Grenze der Heimat. Das Überschreiten dieser Grenze ist der erste Schritt jeder interstellaren Reise. Alastair Reynolds und Peter Watts haben die Heliopause als narratives Element genutzt: der Punkt, an dem der Schutz des Sonnensystems endet und das unbekannte interstellare Medium beginnt. Die Vorstellung einer schützenden Blase, die uns vor der Strahlung der Galaxie bewahrt, hat auch metaphorische Kraft.