Mysterium

Hohlerde-Theorie

Die Erde ist innen hohl und beherbergt eine eigene Zivilisation — eine der ältesten und wildesten Verschwörungstheorien.

Was ist Hohlerde-Theorie?

Die Erde ist innen hohl und beherbergt eine eigene Zivilisation — eine der ältesten und wildesten Verschwörungstheorien.

Die Hohlerde-Theorie behauptet, dass das Innere unseres Planeten nicht aus Magma und einem Eisenkern besteht, sondern hohl ist und möglicherweise eine eigene Welt mit Bewohnern enthält. Die Idee ist uralt: Bereits im 17. Jahrhundert schlug der Astronom Edmond Halley (der mit dem Kometen) vor, die Erde bestehe aus mehreren konzentrischen Hohlkugeln.

Im 19. Jahrhundert propagierte der amerikanische Offizier John Cleves Symmes Jr. eine Expedition zum Nordpol, um die Öffnungen zu finden, durch die man ins Erdinnere gelangen könnte. Literarisch ist die Hohlerde eine Goldgrube.

Jules Vernes Reise zum Mittelpunkt der Erde von 1864 schickt seine Helden durch einen isländischen Vulkan in eine unterirdische Welt mit Dinosauriern und einem Meer. Edgar Rice Burroughs' Pellucidar-Serie spielt komplett in einer Hohlerde mit eigener Sonne. In modernen Verschwörungstheorien wird die Hohlerde von Reptiloiden, Nazis oder alten Hochkulturen bewohnt, die über UFOs und fortschrittliche Technologie verfügen.

Wissenschaftlich ist die Theorie vollständig widerlegt: Seismische Wellen, die Erdrotation, die gemessene Gesamtmasse und direkte Bohrungen zeigen eindeutig, dass die Erde einen festen inneren Kern hat. Als Science-Fiction-Setting bleibt die Hohlerde trotzdem reizvoll.