Mysterium

Kenneth Arnold Sichtung (1947)

Am 24. Juni 1947 sah Pilot Kenneth Arnold neun Objekte nahe Mount Rainier fliegen — sein Bericht prägte den Begriff Flying Saucer.

Was ist Kenneth Arnold Sichtung (1947)?

Am 24. Juni 1947 sah Pilot Kenneth Arnold neun Objekte nahe Mount Rainier fliegen — sein Bericht prägte den Begriff Flying Saucer.

Am 24. Juni 1947 flog der Geschäftsmann und Privatpilot Kenneth Arnold mit seiner CallAir A-2 nahe dem Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington, als er neun glänzende Objekte in V-Formation beobachtete, die mit geschätzten 1.900 km/h zwischen den Berggipfeln der Cascade Range flogen. Arnold beschrieb ihre Bewegung als hüpfend, wie eine Untertasse, die über Wasser springt.

Die Presse machte daraus Flying Saucers, obwohl Arnold die Form der Objekte als sichelförmig oder halbmondförmig beschrieb, nicht als rund. Der Begriff setzte sich durch und definierte das kulturelle Bild von UFOs für Jahrzehnte. Arnolds Sichtung fiel in eine Zeit erhöhter Spannung: Nur zwei Wochen später ereignete sich der Roswell-Zwischenfall.

Das US-Militär untersuchte den Fall im Rahmen von Project Sign (1948) und später Project Blue Book. Offizielle Erklärungsversuche reichten von Fata Morgana bis zu Pelikanen. Arnold blieb bis zu seinem Tod 1984 bei seiner Aussage und berichtete später von weiteren Sichtungen.

Die Arnold-Sichtung markiert den Beginn der modernen UFO-Ära. Vor ihm gab es vereinzelte Berichte über unerklärliche Himmelsphänomene (Foo Fighters im Zweiten Weltkrieg, das Luftschiff-Mysterium von 1896–97), aber Arnolds Bericht löste eine Kettenreaktion aus: In den Wochen danach meldeten Hunderte Menschen in den gesamten USA ähnliche Sichtungen. Die kulturelle Figur des UFOs, wie wir sie kennen, beginnt an diesem Tag.