Konzept

Voight-Kampff-Test

Der Empathie-Test aus Blade Runner, mit dem Replikanten von Menschen unterschieden werden.

Was ist Voight-Kampff-Test?

Der Empathie-Test aus Blade Runner, mit dem Replikanten von Menschen unterschieden werden.

Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus Blade Runner und Blade Runner 2049.

Der Voight-Kampff-Test ist ein fiktives Verfahren aus Philip K. Dicks Roman Do Androids Dream of Electric Sheep? (1968) und seiner Verfilmung Blade Runner (1982). Der Test misst unwillkürliche Körperreaktionen wie Pupillendilatation und Hautrötung als Reaktion auf emotional provokante Fragen, um künstliche Menschen (Replikanten) von echten zu unterscheiden.

Der Test basiert auf der Annahme, dass Empathie die letzte unüberbrückbare Grenze zwischen Mensch und Maschine ist. Replikanten können Intelligenz simulieren, aber echtes Mitgefühl, argumentiert Dick, ist ihnen unmöglich. Die Fragen sind absichtlich verstörend: Szenarien mit Tierleid, sozialen Tabus und moralischen Dilemmata.

Die Tragik liegt darin, dass der Test zunehmend unzuverlässig wird. In Blade Runner 2049 sind die neuen Replikanten so fortgeschritten, dass der Voight-Kampff kaum noch funktioniert. Rachael in Ridley Scotts Original besteht den Test beinahe, weil sie implantierte Erinnerungen hat und sich selbst für einen Menschen hält.

Als philosophisches Konzept ist der Voight-Kampff ein Vorläufer moderner Debatten über KI-Bewusstsein. Wenn eine Maschine echte Emotionen zeigt, ist sie dann fühlend? Der Test fragt im Kern: Was macht uns menschlich?

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