Voyager-Programm
Seit 1977 unterwegs, über 24 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, die Voyager-Sonden sind die am weitesten gereisten menschengemachten Objekte und senden immer noch Daten.
Was ist Voyager-Programm?
Seit 1977 unterwegs, über 24 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, die Voyager-Sonden sind die am weitesten gereisten menschengemachten Objekte und senden immer noch Daten.
Voyager 1 und Voyager 2 starteten 1977, um eine seltene Planetenkonstellation zu nutzen, die alle 175 Jahre auftritt und Gravity-Assist-Manöver an allen vier Gasriesen ermöglichte.
Voyager 1 passierte Jupiter (1979) und Saturn (1980). Der enge Titan-Vorbeiflug lenkte die Sonde aus der Ekliptik, sie flog nie an Uranus oder Neptun vorbei, wurde aber die schnellere der beiden. Voyager 2 passierte alle vier Gasriesen: Jupiter (1979), Saturn (1981), Uranus (1986) und Neptun (1989), die einzige Sonde, die Uranus und Neptun jemals besucht hat.
Meilensteine: Entdeckung aktiver Vulkane auf Jupiters Mond Io. Erste detaillierte Aufnahmen der Ringsysteme aller Gasriesen. Entdeckung von zehn neuen Neptun-Monden. Pale Blue Dot (1990): Carl Sagans Anregung, Voyager 1 zurückblicken zu lassen, das berühmteste Foto der Erde als winziger Lichtpunkt in einem Sonnenstrahl.
Interstellarer Raum: Voyager 1 überquerte am 25. August 2012 die Heliopause und trat als erstes menschengemachtes Objekt in den interstellaren Raum ein. Voyager 2 folgte am 5. November 2018. Beide Sonden senden weiterhin Daten, aber ihre RTG-Leistung sinkt, die letzten Instrumente werden voraussichtlich in den 2030er Jahren abgeschaltet.
Jede Sonde trägt eine goldene Schallplatte (Voyager Golden Record) mit Bildern, Musik und Grüßen in 55 Sprachen.
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