4 Bücher
H.G. Wells
H. G. Wells hat mehr Grundmotive der Science-Fiction erfunden als fast jeder andere Autor: die Zeitmaschine, die Alien-Invasion, den unsichtbaren Menschen, die entfesselte Gentechnik.
Aktualisiert: 2026-07-16
In nur wenigen Jahren um die Jahrhundertwende schrieb Wells eine Reihe von Romanen, die er selbst scientific romances nannte und die bis heute das Genre prägen. Jeder von ihnen setzte ein Motiv in die Welt, das seither unzählige Male aufgegriffen wurde.
Wells war ausgebildeter Biologe und Sozialkritiker. Seine Geschichten sind nie nur Abenteuer, sondern immer auch Kommentar: Krieg der Welten spiegelt den Kolonialismus, Die Zeitmaschine die Klassengesellschaft, Die Insel des Dr. Moreau die Hybris der Wissenschaft.
Beste Bücher für den Einstieg
- Die Zeitmaschine 1895
Der Roman, der die Zeitreise als SF-Motiv begründete, und ein guter Einstieg.
- Krieg der Welten 1898
Die Urmutter aller Alien-Invasionen, Marsianer greifen ein ahnungsloses England an.
- Der Unsichtbare 1897
Ein Wissenschaftler macht sich unsichtbar und verliert darüber den Halt.
- Die Insel des Dr. Moreau 1896
Ein Forscher formt auf einer Insel Tiere zu Menschen um, früher Gentechnik-Horror.
Alle Bücher von H.G. Wells
Verfilmungen
Krieg der Welten (Hörspiel) (1938). Orson Welles inszenierte den Stoff als Radio-Reportage, die angeblich Panik auslöste.
Krieg der Welten (1953 und 2005). Zwei bekannte Kinofassungen, die zweite von Steven Spielberg mit Tom Cruise.
Die Zeitmaschine (1960 und 2002). Zwei Verfilmungen des Romans, die zweite von Wells' Urenkel Simon Wells inszeniert.
Biografie
Wells wurde 1866 in England geboren, arbeitete sich aus einfachen Verhältnissen über ein Biologiestudium zum Lehrer und Schriftsteller hoch. Neben den frühen SF-Romanen schrieb er später vor allem Sachbücher und gesellschaftskritische Werke.
Er starb 1946. Zusammen mit Jules Verne gilt er als einer der beiden Väter der modernen Science-Fiction.
Bedeutung und Einfluss
Wells hat die Grundausstattung des Genres geliefert. Zeitreise, Alien-Invasion, Unsichtbarkeit und künstlich geschaffenes Leben, all diese Motive haben in seinen Romanen ihre erste große Form gefunden. Wer heute SF liest oder sieht, begegnet ständig Ideen, die auf Wells zurückgehen.
Ähnliche Autoren
- Jules Verne der andere Vater der Science-Fiction, technisch-optimistischer im Ton.
- Mary Shelley schrieb mit Frankenstein den Urahn der Science-Fiction.
Häufige Fragen
Welches Buch von H. G. Wells sollte man zuerst lesen?
Die Zeitmaschine oder Krieg der Welten sind die zugänglichsten Einstiege und zugleich die einflussreichsten Romane.
Hat H. G. Wells die Science-Fiction erfunden?
Er gilt zusammen mit Jules Verne als einer der beiden Väter des Genres. Viele zentrale SF-Motive gehen auf seine Romane um 1900 zurück.
Worum geht es in Krieg der Welten?
Marsianer landen in England und überrennen mit überlegener Technik die Menschheit. Der Roman gilt als Vorbild aller späteren Alien-Invasionen und als Kommentar zum Kolonialismus.
Löste das Krieg-der-Welten-Hörspiel wirklich Panik aus?
Orson Welles inszenierte den Stoff 1938 als fingierte Nachrichtensendung. Wie groß die tatsächliche Panik war, ist bis heute umstritten und wurde in der Presse vermutlich übertrieben.