Verfilmung

Alarm im Weltall

Unter dem deutschen Titel 'Alarm im Weltall' lief 1956 der US-Klassiker 'Forbidden Planet', der mit der Krell-Zivilisation und Robby dem Roboter das Genre der seriösen Science-Fiction im Kino mitbegründete.

Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus 'Forbidden Planet' (Alarm im Weltall).

'Forbidden Planet', in Deutschland als 'Alarm im Weltall' veröffentlicht, ist ein amerikanischer Science-Fiction-Film von Metro-Goldwyn-Mayer aus dem Jahr 1956. Regie führte Fred M. Wilcox, produziert wurde der Film von Nicholas Nayfack. Er kam im März 1956 in CinemaScope und Eastmancolor in die Kinos und gilt bis heute als einer der einflussreichsten SF-Filme der 1950er Jahre. Anders als die meisten Monsterstreifen jener Zeit nahm er sein Thema ernst und investierte ein für damalige Verhältnisse enormes Budget in Ausstattung und Spezialeffekte.

Die Handlung folgt der Besatzung des Raumschiffs C-57D, die im 23. Jahrhundert zum fernen Planeten Altair IV fliegt, um das Schicksal einer verschollenen Expedition zu klären. Dort treffen sie auf den Wissenschaftler Dr. Edward Morbius, seine Tochter Altaira und einen kunstvollen Maschinendiener namens Robby. Morbius hat die Hinterlassenschaft der Krell studiert, einer hochintelligenten, längst ausgestorbenen Spezies, die einst Altair IV bewohnte. Die Krell hatten eine gewaltige unterirdische Maschine gebaut, die jeden Gedanken unmittelbar in Materie verwandeln konnte. Genau das wurde ihnen zum Verhängnis, denn die Anlage gab auch ihren unbewussten Trieben freie Bahn. Monster aus dem Es, wie der Film es nennt, löschten die Zivilisation an einer einzigen Nacht aus. Auf der C-57D wiederholt sich das Drama, weil Morbius unbewusst eine unsichtbare Bestie heraufbeschwört.

Der Stoff ist eine lose Übertragung von William Shakespeares 'Der Sturm' in einen interstellaren Rahmen. Der Magier Prospero wird zum Archäologen Morbius, dessen Tochter Miranda zu Altaira, der Luftgeist Ariel zum Roboter Robby und das Monster Caliban zur Kreatur aus dem Unterbewusstsein. Diese literarische Tiefe hob den Film über die übliche Pulp-Kost hinaus und machte ihn zu einer Blaupause für spätere Werke. Robby der Roboter wurde zur Ikone und tauchte danach in zahlreichen Filmen und Serien wieder auf, lange bevor C-3PO oder andere blecherne Begleiter das Publikum eroberten.

Der Einfluss auf das Genre reicht weit. Die Idee eines Raumschiffs mit Kommandostruktur, einer Brücke und einer disziplinierten Mannschaft prägte spätere Werke und wird oft als Vorläufer von Star Trek genannt. Auch die Vorstellung einer untergegangenen Hochkultur, deren Technologie die Menschheit kaum begreift, kehrt seither immer wieder. 'Alarm im Weltall' steht damit am Übergang von der naiven Weltraumromantik der frühen Fünfziger zur erwachsenen, ideenreichen Science-Fiction, die das Genre über Jahrzehnte tragen sollte.

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Alarm im Weltall. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/alarm-im-weltall/ (abgerufen am 06.06.2026).