Dominion-Krieg
Großer Krieg in Star Trek: Deep Space Nine, in dem die Föderation gegen das Dominion aus dem Gamma-Quadranten kämpft.
Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus Star Trek.
Der Dominion-Krieg prägt die späteren Staffeln von 'Star Trek: Deep Space Nine' und ist einer der größten zusammenhängenden Konflikte des Star-Trek-Kanons. Das Dominion stammt aus dem Gamma-Quadranten und wird von den Gründern kontrolliert, einer Spezies von Formwandlern. Die Entdeckung des stabilen bajoranischen Wurmlochs macht den Kontakt mit dem Alpha-Quadranten möglich und verwandelt Deep Space Nine in einen strategischen Schlüsselpunkt.
Die Kriegsparteien sind vielschichtig. Auf der einen Seite stehen Föderation, Klingonen und später Romulaner. Auf der anderen Seite operieren die Gründer mit den genetisch abhängigen Jem'Hadar als Soldaten und den Vorta als Diplomaten und Verwaltern. Cardassia schließt sich zeitweise dem Dominion an, was Gul Dukat und später Damar in zentrale Rollen bringt. Der Krieg ist dadurch militärisch, diplomatisch und moralisch verschachtelt.
Deep Space Nine nutzt den Krieg, um Star Treks Utopie unter Druck zu setzen. Besonders die Episode 'In the Pale Moonlight' zeigt Captain Sisko bei einer Entscheidung, die mit klassischen Föderationsidealen kaum vereinbar ist. Section 31, biologische Kriegsführung gegen die Gründer und Propagandalügen machen deutlich, dass auch eine bessere Gesellschaft im Ausnahmezustand dunkle Werkzeuge nutzt.
Der Dominion-Krieg unterscheidet sich von vielen früheren Star-Trek-Konflikten durch seine Dauer und Folgen. Er lässt Verluste, Besatzung, Traumata und politische Kompromisse sichtbar werden. Das Wurmloch bleibt dabei mehr als eine Raumfahrtabkürzung: Es ist religiöses Symbol der Bajoraner, strategischer Engpass und Grenze zwischen zwei Machtordnungen. Genau diese Überlagerung macht den Konflikt so stark.
Der Krieg verändert auch die Cardassianer. Anfangs sucht Cardassia durch das Bündnis mit dem Dominion die Rückkehr alter Stärke. Später wird der Planet selbst zum besetzten Werkzeug, und Damars Wandel vom Kollaborateur zum Widerstandsführer gibt dem Konflikt eine bittere historische Wendung. Deep Space Nine zeigt damit, dass imperiale Sehnsucht in Abhängigkeit umschlagen kann.
Die Gründer setzen im Krieg stark auf Infiltration. Ihre Fähigkeit zum Formwandel erzeugt Paranoia im Alpha-Quadranten, etwa in Episoden, die Föderationssicherheit und Bürgerrechte unter Druck setzen. Damit ist der Dominion-Krieg auch ein Krieg um Vertrauen. Wer jeden Körper verdächtigen muss, verliert den sozialen Kern jener offenen Gesellschaft, die verteidigt werden soll.
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Dominion-Krieg. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/dominion-krieg/ (abgerufen am 05.06.2026).
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