Dune: Awakening (2025)
Open-World-Survival-MMO auf Arrakis.
Funcom entwickelte mit Dune: Awakening ein Open-World-Survival-Spiel im Universum von Frank Herbert, das am 10. Juni 2025 für den PC erschien, mit einem Early-Access-Start wenige Tage zuvor. Tausende Spieler teilen sich gleichzeitig den Wüstenplaneten Arrakis, ernten das kostbare Spice, errichten Basen und müssen die titanischen Sandwürmer fürchten. Co-entwickelt wurde das auf der Unreal Engine 5 laufende Spiel vom deutschen Studio NUKKLEAR, das vor allem die Fahrzeug-Systeme beisteuerte.
Im Gegensatz zum Strategiespiel Dune: Spice Wars geht es hier um das ganz persönliche Überleben auf einem der feindseligsten Schauplätze der Literaturgeschichte. Die mörderische Hitze zwingt zum Tragen eines Destillanzugs, der Wasser zurückgewinnt, das knappe Wasser bestimmt jede Entscheidung, und rhythmische Bewegungen über den offenen Sand locken die Würmer an. Die persistente Welt verbindet Crafting, Basenbau und politische Ränke zwischen den großen Häusern.
Erzählerisch wählt das Spiel einen klugen Kniff: Es spielt in einer leicht abgewandelten Dune-Zeitlinie und lässt die Spielerin eine eigene Figur erschaffen, statt Pauls Geschichte nachzuerzählen. So kann es neue Geschichten auf Arrakis erzählen. Kommerziell war es ein großer Erfolg und verkaufte sich binnen zwei Wochen über eine Million Mal, Konsolenfassungen sind für 2026 geplant.
Wer die Hitze von Arrakis im Spiel spürt, sollte danach die sechs Dune-Romane von Frank Herbert lesen, beginnend mit dem Klassiker Der Wüstenplanet. Erst dort werden die Fremen, der Sandwurm Shai-Hulud und die ökologische wie religiöse Bedeutung des Spice in ihrer ganzen Tiefe lebendig.
Funcoms Entscheidung, eine alternative Zeitlinie zu nutzen, in der Paul Atreides nicht auf Arrakis ankam, ist spielerisch klug und literarisch respektvoll. Das Spiel erfindet keine Kanonänderungen im Herbert-Universum, sondern schafft einen eigenen Raum. Spieler können die bekannte Mythologie entdecken, ohne von der bekannten Handlung eingeschränkt zu sein. Das funktioniert in MMOs besonders gut, weil geteilte Universen keine vorgegebenen Protagonisten brauchen.
Das Survival-Prinzip auf Arrakis hat eine eigene Logik. Wasser ist hier die knappste Ressource, nicht Nahrung oder Munition. Der Destillanzug ist Technologie und kulturelles Symbol zugleich: Die Fremen tragen ihn nicht, weil sie ihn mögen, sondern weil ohne ihn Tod folgt. Das Spiel macht diesen Überlebensdruck spielbar und zeigt, was Herberts ökologische Vision bedeutet, wenn man sie nicht nur liest, sondern erlebt.
Funcom hat Erfahrung mit Survival-MMOs in extremen Settings: Conan Exiles (2018) etablierte dasselbe Grundprinzip in einer Fantasy-Welt. Dune: Awakening ist die thematisch passendere Anwendung desselben Modells, weil Herbert die Natur als feindliche Kraft mit Ernsthaftigkeit beschrieb, die in den meisten Fantasy-Welten fehlt. Arrakis als Spielwelt ist keine Kulisse, sondern ein System.
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Dune: Awakening (2025). In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/dune-awakening/ (abgerufen am 17.06.2026).
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