Planetare Erkundung

Europa Clipper

Die größte interplanetare Sonde der NASA ist auf dem Weg zu Jupiters Eismond Europa, um herauszufinden, ob unter der Eiskruste ein bewohnbarer Ozean existiert.

Was ist Europa Clipper?

Die größte interplanetare Sonde der NASA ist auf dem Weg zu Jupiters Eismond Europa, um herauszufinden, ob unter der Eiskruste ein bewohnbarer Ozean existiert.

Europa Clipper
NASA/JPL-Caltech

Europa Clipper startete am 14. Oktober 2024 und ist die größte interplanetare Sonde, die die NASA je gebaut hat. Sie wird Jupiter im April 2030 erreichen und dann 49 enge Vorbeiflüge an Europa durchführen.

Das Ziel: Klären, ob Europas globaler Salzwasserozean unter der Eiskruste die drei Grundvoraussetzungen für Leben erfüllt, flüssiges Wasser, chemische Energie und die richtigen chemischen Bausteine. Die Sonde trägt neun wissenschaftliche Instrumente, darunter ein Eisdurchdringungsradar (REASON), das die Eisdicke und darunter liegende Wassertaschen kartieren soll, ein Massenspektrometer (MASPEX) zur Analyse ausgeworfener Partikel, und ein Thermal-Instrument zur Suche nach Wärmeanomalien.

Warum Vorbeiflüge statt Orbit? Jupiters Strahlungsgürtel sind extrem, ein dauerhafter Orbit um Europa würde die Elektronik schnell zerstören. Stattdessen fliegt Clipper 49-mal durch die Strahlungszone und zieht sich dann wieder in sicherere Jupiterentfernung zurück. Jeder Vorbeiflug bringt die Sonde auf bis zu 25 km an die Oberfläche heran.

Die Mission baut auf Galileos Entdeckung des Ozeans (1990er) und Hubbles Beobachtung von Wasserfontänen (2012–2016) auf. Wenn Clipper Fontänen durchfliegt, könnte das Massenspektrometer deren Zusammensetzung direkt analysieren, ein möglicher Schlüsselmoment der Astrobiologie.

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