Galactica
Die Galactica ist das letzte überlebende Schlachtschiff der Menschheit in der Serie Battlestar Galactica und dient den Überlebenden eines vernichtenden Angriffs als Zuflucht und letzte Verteidigungslinie. Als sogenannter Battlestar verbindet sie die Funktionen eines Flugzeugträgers und eines schwer bewaffneten Kriegsschiffs.
Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus Battlestar Galactica.
Die Galactica ist das namensgebende Raumschiff der Science-Fiction-Reihe Battlestar Galactica, die in der ursprünglichen Fassung 1978 entstand und 2003 in einer vielbeachteten Neuauflage neu erzählt wurde. Sie gehört zur Klasse der Battlestars, einer Schiffsgattung, die einen Flugzeugträger und ein schwer bewaffnetes Schlachtschiff in einem vereint. Battlestars beherbergen Geschwader von Kampffliegern, die Vipers genannt werden, und verfügen gleichzeitig über massive Geschütztürme zur direkten Konfrontation mit feindlichen Schiffen. Die Galactica ist eines der ältesten Schiffe ihrer Art und stand zum Zeitpunkt der Handlung kurz vor ihrer Ausserdienststellung, um als Museumsschiff zu enden.
Die zentrale Geschichte setzt mit einer Katastrophe ein. Die Cylons, eine von Menschen geschaffene Maschinenrasse, starten einen vernichtenden Überraschungsangriff auf die Zwölf Kolonien der Menschheit und löschen den Grossteil der menschlichen Zivilisation aus. Die Cylons nutzen dabei verdeckte Hintertüren in der vernetzten Computertechnik der modernen Kampfschiffe, um deren Abwehr lahmzulegen. Die Galactica überlebt diesen Angriff aus einem entscheidenden Grund: Ihr Kommandant William Adama hat sich geweigert, die veralteten Bordsysteme zu vernetzen. Gerade weil ihre Computer nicht miteinander verbunden sind, kann der Cylon-Angriff sie nicht durch eingeschleuste Schadprogramme ausschalten. Aus einem dem Untergang geweihten Relikt wird so die letzte funktionsfähige militärische Macht der Menschheit.
Nach der Vernichtung der Kolonien sammelt die Galactica eine Flotte ziviler Schiffe um sich, die rund fünfzigtausend Überlebende an Bord haben. Unter dem Kommando von Adama und der zur Präsidentin aufgestiegenen Bildungsministerin Laura Roslin macht sich dieser bunte Verband auf die Suche nach einem legendären Zufluchtsort, einer dreizehnten Kolonie namens Erde. Die Galactica ist dabei mehr als nur ein Kriegsschiff. Sie ist die schützende Hülle für die letzten Menschen, gleichzeitig Festung, Werkstatt, Wohnort und Symbol der Hoffnung. Das Schiff verkörpert den Überlebenswillen einer fast ausgelöschten Spezies.
Die Neuauflage von 2003 zeichnete die Galactica bewusst kantig, industriell und gebrauchsspuren-übersät. Anstelle glatter, futuristischer Korridore zeigte die Serie enge Gänge, ratternde Maschinen und ein Schiff, das sichtlich am Limit seiner Lebensdauer arbeitet. Diese raue Ästhetik unterstrich den ernsten, oft düsteren Ton der Erzählung. Der Konflikt zwischen Menschen und Cylons diente als Spiegel für Fragen nach Identität, Glauben, Schuld und der Grenze zwischen Mensch und Maschine, da viele Cylons inzwischen kaum noch von Menschen zu unterscheiden waren.
Innerhalb der Tradition der Space Opera nimmt die Galactica einen besonderen Platz ein. Sie ist kein strahlendes Forschungsschiff, das neue Welten entdeckt, sondern ein angeschlagener Veteran auf einer verzweifelten Flucht. Damit prägte sie ein eigenes Bild vom Raumschiff als letzter Bastion einer bedrohten Zivilisation. Ihre Geschichte verbindet klassische Weltraumabenteuer mit der düsteren Reflexion über künstliche Intelligenz und die Folgen, wenn die eigenen Schöpfungen sich gegen ihre Erbauer wenden.
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Galactica. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/galactica/ (abgerufen am 17.06.2026).
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