Große Magellansche Wolke
Zwerggalaxie in 160.000 Lichtjahren Entfernung — Heimat der hellsten beobachteten Supernova der Neuzeit (SN 1987A).
Was ist Große Magellansche Wolke?
Zwerggalaxie in 160.000 Lichtjahren Entfernung — Heimat der hellsten beobachteten Supernova der Neuzeit (SN 1987A).
Die Große Magellansche Wolke (LMC) ist eine irreguläre Zwerggalaxie, die die Milchstraße in etwa 160.000 Lichtjahren Entfernung umkreist. Von der Südhalbkugel aus ist sie als nebliger Fleck am Nachthimmel sichtbar. Sie enthält etwa 30 Milliarden Sterne und ist die viertgrößte Galaxie der Lokalen Gruppe.
1987 ereignete sich in der LMC die Supernova SN 1987A — die nächste und hellste beobachtete Supernova seit Keplers Stern 1604. SN 1987A war die erste Supernova, bei der Neutrinos nachgewiesen wurden, und bestätigte damit grundlegende Modelle der Sternphysik. Die Überreste werden bis heute mit Teleskopen beobachtet.
In der Science Fiction steht die LMC für das erreichbare Extragalaktische: nah genug, um theoretisch mit Überlichtantrieb erreichbar zu sein, aber bereits außerhalb der Milchstraße. Alastair Reynolds erwähnt die Magellanschen Wolken in seinem Revelation-Space-Universum. In Peter F. Hamiltons Commonwealth-Saga spielen extragalaktische Bedrohungen eine Rolle.
Die LMC wird in einigen Milliarden Jahren mit der Milchstraße verschmelzen — ein Appetithappen vor der großen Kollision mit Andromeda.
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