Spezies

Gungans

Die Gungans sind eine amphibische Spezies aus dem Star-Wars-Universum, die in Unterwasserstädten auf dem Planeten Naboo lebt. Bekanntestes Mitglied ist der tollpatschige Jar Jar Binks.

Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus Star Wars.

Die Gungans sind eine fiktive amphibische Spezies aus dem Star-Wars-Universum, die erstmals 1999 in Star Wars: Episode I, Die dunkle Bedrohung, in Erscheinung trat. Sie bewohnen den Planeten Naboo, denselben Planeten, auf dem auch die menschliche Bevölkerung unter Königin Amidala lebt. Während die Menschen die Oberfläche bewohnen, leben die Gungans in prächtigen Städten tief unter der Wasseroberfläche der Sümpfe und Seen von Naboo. Ihre bekannteste Siedlung ist Otoh Gunga, eine Ansammlung von leuchtenden Blasen, die durch energetische Membranen zusammengehalten werden und es den Bewohnern ermöglichen, trocken zu bleiben, während das Wasser draussen bleibt.

Äusserlich sind Gungans hochgewachsene, schlanke Wesen mit langen, biegsamen Hälsen, hervorstehenden Augen auf Stielen und langen Ohrlappen, die sie Haillu nennen. Ihre amphibische Natur erlaubt es ihnen, sowohl an Land als auch unter Wasser zu atmen und sich zu bewegen. Sie reiten auf domestizierten Tieren und nutzen die heimische Fauna der Tiefe für Transport und Verteidigung. Ihre Technologie basiert weitgehend auf organischen und energiebasierten Prinzipien statt auf Metall, was sich besonders in ihren Schutzschilden und ihrer Bewaffnung zeigt.

Das mit Abstand bekannteste Mitglied dieser Spezies ist Jar Jar Binks, ein ungeschickter Gungan, der von den Jedi-Rittern Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi vor einer Bestrafung durch seine eigene Gemeinschaft gerettet wird und sich ihnen daraufhin anschliesst. Jar Jar wurde zu einer der umstrittensten Figuren der gesamten Star-Wars-Reihe. Während er als komödiantische Entlastung für jüngere Zuschauer gedacht war, stiess seine tollpatschige Art bei vielen erwachsenen Fans auf Ablehnung. Trotz dieser gespaltenen Aufnahme blieb die Figur ein fester Bestandteil der Prequel-Trilogie und spielte später sogar eine unwissentlich tragende Rolle beim Aufstieg von Palpatine zur Macht, als er im Galaktischen Senat den Antrag stellte, dem Kanzler Notstandsbefugnisse zu verleihen.

In der Handlung von Episode I spielen die Gungans als Volk eine wichtige Rolle. Lange herrschte ein angespanntes Verhältnis zwischen ihnen und den oberirdischen Menschen von Naboo, geprägt von gegenseitigem Misstrauen. Als die Handelsföderation den Planeten besetzt, gelingt es Königin Amidala, ein Bündnis mit dem Gungan-Anführer Boss Nass zu schmieden. Die Gungan-Armee tritt in einer offenen Feldschlacht gegen die Droidenstreitkräfte der Föderation an und bindet so deren Truppen, während die Menschen den Palast zurückerobern. Diese Allianz zwischen zwei zuvor verfeindeten Völkern eines Planeten ist ein zentrales Motiv des Films und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte von Naboo.

Innerhalb der reichhaltigen Welt der Star-Wars-Space-Opera stehen die Gungans für die Vielfalt fremder Lebensformen, die das Franchise auszeichnet. Sie sind ein Beispiel dafür, wie George Lucas seine Galaxie mit Spezies bevölkerte, die ganz unterschiedliche Lebensräume und Kulturen verkörpern. Trotz der anhaltenden Diskussionen um Jar Jar Binks bleiben die Gungans ein fester und unverwechselbarer Teil des Star-Wars-Kosmos.

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Gungans. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/gungans/ (abgerufen am 07.06.2026).