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The Outer Worlds 2 (2025)

Obsidians Sequel: Noch mehr Konzern-Satire im Weltraum.

Obsidian Entertainment lieferte 2025 die Fortsetzung des satirischen Space-Western-RPGs. Das Sequel spielt in einem neuen System mit eigenen Konzernen, eigener Geschichte und einem frischen Protagonisten. Die beißende Kapitalismuskritik des Originals wurde weitergeführt und verschärft: Neue Megakonzerne haben neue Wege gefunden, ihren Angestellten das Letzte abzupressen.

Obsidian brachte die Companion-Tiefe auf ein neues Level: Begleiter haben eigene Meinungen zu Spielerentscheidungen, können den Spieler verlassen, wenn moralische Grenzen überschritten werden, und führen Gespräche untereinander. Das Dialoglsystem bleibt Obsidians Stärke, mit Optionen, die mal diplomatisch, mal absurd-dumm ausfallen.

Das Universum wird größer, die Fraktionskonflikte komplexer, und die Konsequenzen langfristiger. Der Humor funktioniert auf mehreren Ebenen: oberflächlich als Satire, darunter als ernsthafte Auseinandersetzung mit Konzernmacht, Arbeitnehmerrechten und der Frage, was eine Gesellschaft schuldig ist, die komplett privatisiert wurde.

Wer die Konzerndystopie in Buchform weiterlesen will, greift zu Snow Crash (Stephenson), Jennifer Government (Barry) oder The Space Merchants (Pohl/Kornbluth).

Obsidian hat mit The Outer Worlds 1 und 2 eine wichtige Nische besetzt: Humor in der SF-Dystopie. Die meisten Dystopien im Spielbereich sind dunkel und ernst (Fallout, Cyberpunk 2077, Horizon). Obsidians Ansatz, denselben Schrecken durch bittere Komödie zu zeigen, macht das Grauen zugänglicher. Man lacht über die Werbeslogans und erschrickt dann beim Nachdenken darüber, was sie bedeuten.

Für das Sequel verdoppelten die Entwickler die Companion-Interaktionen. Die Begleiter in Teil 1 wurden von der Community besonders gelobt, und Parvati Holcombs Quest (eine der ersten explizit asexuellen Figuren in einem Mainstream-RPG) wurde zum Benchmark für respektvolle Repräsentation im Medium. Teil 2 bringt eine neue Gruppe, dieselbe Philosophie.

Was The Outer Worlds von anderen Konzerndystopien unterscheidet: Es gibt keine unterdrückte Widerstandsbewegung, die auf Befreiung wartet. Die Menschen sind mehrheitlich loyal gegenüber ihren Konzernen, nicht weil sie gezwungen werden, sondern weil ihnen keine Alternative vorstellbar ist. Das ist das bitterste Detail des Settings.

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The Outer Worlds 2 (2025). In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/outer-worlds-2/ (abgerufen am 17.06.2026).

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