Astronomie

Planetarischer Nebel

Leuchtende Gashülle, die ein sterbender Stern abstößt — kosmische Kunst aus den letzten Atemzügen sonnenähnlicher Sterne.

Was ist Planetarischer Nebel?

Leuchtende Gashülle, die ein sterbender Stern abstößt — kosmische Kunst aus den letzten Atemzügen sonnenähnlicher Sterne.

Planetarischer Nebel
NASA/ESA/Hubble — Der Ringnebel (M57), ein klassischer planetarischer Nebel in der Leier (CC BY 4.0)

Ein Planetarischer Nebel entsteht, wenn ein Stern von ein bis acht Sonnenmassen am Ende seines Lebens seine äußeren Hüllen abstößt. Der heiße, freigelegte Kern (der spätere Weiße Zwerg) beleuchtet das expandierende Gas mit ultravioletter Strahlung und bringt es zum Leuchten. Der Name ist irreführend — mit Planeten haben diese Objekte nichts zu tun; William Herschel prägte ihn im 18. Jahrhundert, weil manche durch Teleskope betrachtet an Planetenscheiben erinnerten.

Die bekanntesten Beispiele sind der Helixnebel (NGC 7293), der durch sein 'Auge Gottes'-Erscheinungsbild berühmt wurde, und der Katzenaugennebel (NGC 6543) mit seiner komplexen, konzentrischen Schalenstruktur. Planetarische Nebel existieren nur wenige Zehntausend Jahre, bevor sie sich auflösen.

In der Science Fiction dienen Nebel häufig als atmosphärische Kulisse für Raumschlachten und Verstecke. Star Trek nutzt den Katzenaugennebel als Navigationspunkt. Die farbenprächtigen Hubble-Aufnahmen haben die visuelle Ästhetik der modernen SF geprägt und den Begriff 'Weltraum-Kathedrale' inspiriert.

Unsere Sonne wird in etwa fünf Milliarden Jahren einen Planetarischen Nebel bilden. Für einige Tausend Jahre wird das Sonnensystem in leuchtendem Gas gehüllt sein, bevor die Reste in den interstellaren Raum verwehen.

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