Spiel

Star Wars: Zero Company (2026)

Rundenbasierte Taktik im Star-Wars-Universum von XCOM-Veteranen.

Star Wars: Zero Company ist ein angekündigtes rundenbasiertes Taktikspiel, das EA gemeinsam mit Lucasfilm Games herausbringt. Entwickelt wird es vom jungen Studio Bit Reactor, das 2022 von Veteranen der gefeierten XCOM-Reihe gegründet wurde, darunter Designer Greg Foertsch, mit Unterstützung von Respawn Entertainment. Der Release ist für 2026 vorgesehen, ein genaues Datum stand zuletzt noch aus.

Das Spiel ist ein Einzelspielererlebnis und spielt während der Klonkriege. Die Spielerin führt eine frei anpassbare ehemalige Offizierin oder einen Offizier namens Hawks an, die die Elitetruppe Zero Company auf verdeckte Missionen gegen einen galaxisweiten Gegner kommandiert. Das Spielprinzip ist klassische rundenbasierte Taktik mit Permadeath, oft mit XCOM verglichen, durch den Fokus auf Charaktere und ihre Beziehungen aber näher an einem Mass Effect.

Damit bringt Zero Company die bewährte, viel geliebte Squad-Taktik-Formel erstmals ernsthaft ins Star-Wars-Universum, ein Genre, das in der Marke bisher kaum vertreten war. Die Herkunft des Entwicklerteams aus der XCOM-Szene weckt entsprechend hohe Erwartungen an die taktische Tiefe.

Wer die Söldner- und Spezialeinheiten-Perspektive im Star-Wars-Universum mag, liest danach Timothy Zahns Scoundrels rund um Han Solo sowie Karen Traviss' Republic-Commando-Reihe, die genau jene Klonkrieger-Spezialeinheiten in den Mittelpunkt stellt, um die es auch im Spiel geht.

Das XCOM-Erbe, das Bit Reactor mitbringt, ist im Kontext von Star Wars interessant. XCOMs Stärke liegt in der emotionalen Bindung an Soldaten durch Permadeath und Personalität. Wenn ein Soldat stirbt, den man zwanzig Stunden lang hochgezogen hat, hat das Gewicht. Star Wars hat mit seinen Klonsoldaten eine perfekte narrative Rechtfertigung für diesen Ansatz: Das Imperium und die Republik behandeln Klone als austauschbare Ressource, das Spiel könnte dagegen erzählen.

Die Klonkriege-Ära ist narrativ ergiebig, weil sie moralisch komplex ist. Wer kämpft hier für das Gute? Die Republik ist eine Demokratie im Niedergang, manipuliert von einem Sith-Lord. Die Separatisten haben legitime Beschwerden, auch wenn ihr Anführer ein Schurke ist. Klonsoldaten werden für einen Krieg erschaffen, der keiner von ihnen gewählt hat. Das ist Material für ein Taktikspiel mit Tiefe, nicht nur für spektakuläre Laserverwüstung.

Greg Foertsch, der Zero Company mitentwickelt, war Lead Designer bei XCOM 2 (2016), einem der besten rundenbasierten Taktikspiele seiner Generation. Das Spiel hatte politische Relevanz (eine autoritäre Besatzungsmacht, die mit Propaganda Kollaboration erzwingt), die über das Genre hinausging. Wenn Foertsch dieses Gespür für thematische Tiefe in das Star-Wars-Universum überträgt, könnte Zero Company außergewöhnlich werden.

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Star Wars: Zero Company (2026). In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/star-wars-zero-company/ (abgerufen am 17.06.2026).

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