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Starfield

Bethesdas Open-World-RPG im Weltraum.

Bethesda Game Studios veröffentlichte 2023 nach 25 Jahren das erste neue Franchise seit The Elder Scrolls. Starfield spielt im Settled Systems, einer Region um unser Sonnensystem, die rund 100 Lichtjahre umfasst. Über 1.000 Planeten lassen sich besuchen, die meisten prozedural generiert, einige handgefertigt mit Städten und Questlinien.

Das Spiel polarisiert wie wenige andere. Die Hauptgeschichte dreht sich um mysteriöse Artefakte und eine Gruppe namens Constellation, die an die großen Entdeckungsgesellschaften der Science-Fiction erinnert. New Atlantis, Akila City und Neon bieten drei grundverschiedene Siedlungsvisionen: Föderation, Frontier-Town und Cyberpunk-Vergnügungsviertel. Die Fraktionen (UC Vanguard, Freestar Collective, Crimson Fleet) spiegeln klassische SF-Konflikte zwischen Ordnung, Freiheit und Piraterie wider.

Bethesda wählte bewusst eine NASA-Punk-Ästhetik: klobige Raumanzüge, funktionale Schiffe, sichtbare Nieten und Kabel. Das Design orientiert sich an Hard-SF statt an Star-Wars-Fantasy. Die Shattered Space Erweiterung (2024) fügte eine handgefertigte Welt mit lovecraftianischen Elementen hinzu.

Das New-Game-Plus-System (Starborn) wirft philosophische Fragen auf, die aus Asimov-Romanen stammen könnten. Wer die Exploration liebt, liest danach House of Suns (Reynolds), A Fire Upon the Deep (Vinge) oder die Wayfarers-Reihe (Chambers).

Die Kritik an Starfield trifft einen realen Designkonflikt. Prozedural generierte Planeten sind technisch beeindruckend, fühlen sich aber emotional leer an. Bethesda hat in Skyrim und Fallout 4 bewiesen, dass handgefertigte Welt-Details die Entdeckungsfreude tragen. In Starfield fehlen diese Details auf den meisten der über tausend Planeten. Das ist keine Faulheit, sondern ein Skalierungsproblem, das kein Entwicklerstudio bisher gelöst hat.

Die NASA-Punk-Ästhetik ist dagegen eine echte Stärke. Raumanzüge mit sichtbaren Nähten und Klebeschicht, Cockpits mit analogen Anzeigen, Schiffsdesign, das an 1970er-Konzeptzeichnungen erinnert. Das Setting nimmt Hard-SF-Glaubwürdigkeit ernster als die meisten Mainstream-Spiele. Wer das schätzt, findet in Kim Stanley Robinsons Arbeit oder in den Orion-Projekt-Büchern von George Dyson dieselbe Ästhetik.

Das Shattered-Space-DLC (2024) zeigte, was Starfield leisten kann, wenn es handgefertigte Welten mit gezielter Dichte baut. Die Va'ruun-Welt ist atmosphärisch und narrativ kohärenter als weite Teile des Hauptspiels. Bethesdas Fähigkeit liegt in diesen konzentrierten, detailreichen Räumen, und das DLC gibt Hoffnung für zukünftige Erweiterungen.

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Starfield. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/starfield/ (abgerufen am 17.06.2026).