Raumfahrt

Apollo-Programm

NASA-Programm, das 1969 den ersten Menschen auf den Mond brachte.

Das Apollo-Programm der NASA brachte zwischen 1961 und 1972 erstmals Menschen zum Mond und gilt vielen als die größte technische Leistung der Geschichte. Am 20. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch die Mondoberfläche, kurz darauf gefolgt von Buzz Aldrin, während Michael Collins im Orbit wartete. Insgesamt gingen auf sechs erfolgreichen Landungen zwölf Astronauten über den Mond.

Apollo war ein Kind des Kalten Krieges. Nachdem die Sowjetunion mit Sputnik und Juri Gagarin vorgelegt hatte, versprach Präsident Kennedy 1961, noch vor Ende des Jahrzehnts einen Menschen zum Mond und sicher zurück zu bringen. Möglich machte das die gewaltige Mondrakete Saturn V, über Jahrzehnte die stärkste einsatzbereite Rakete der Welt, an der bis zu 400.000 Menschen mitarbeiteten.

Der Weg war von Drama gesäumt. Ein Feuer tötete 1967 die drei Astronauten von Apollo 1 noch am Boden. Apollo 11 setzte mit nur Sekunden Treibstoffreserve auf. Apollo 13 überstand 1970 eine Explosion im All allein durch improvisiertes Ingenieursdenken und ging als erfolgreicher Misserfolg in die Geschichte ein. Nach Apollo 17 wurde das extrem teure Programm 1972 eingestellt, weil das öffentliche Interesse und die Budgets schwanden.

Apollo war der Moment, in dem Science-Fiction zur Wirklichkeit wurde, und prägte den Optimismus des Genres tief. Zugleich blieb die ernüchternde Tatsache, dass seit 1972 kein Mensch mehr auf dem Mond stand. Genau das soll das Artemis-Programm der NASA nun ändern.

Die kulturelle Wirkung von Apollo ist kaum zu überschätzen. Gene Roddenberry entwickelte Star Trek mitten im Raumfahrtfieber der 1960er Jahre, Buzz Aldrin las Heinlein, und die Apollo-Fotos des blauen Planeten aus dem All haben das Bild der Erde als verletzlicher Kugel im Nichts geprägt, vielleicht nachhaltiger als jeder Umweltkongress. Das Earthrise-Foto von Apollo 8 (1968) gilt als eines der einflussreichsten Fotografien der Geschichte.

Die zwölf Männer auf dem Mond kamen alle aus dem Apollo-Programm, sechs Landungen zwischen 1969 und 1972. Jede brachte Gesteinsproben zurück, die heute noch analysiert werden. Die rund 382 Kilogramm Mondgestein, die Apollo insgesamt gesammelt hat, sind das einzige extraterrestrische Material, das Menschen je per Hand aufgelesen haben. Darin steckt eine stille Größe, die keine PR-Broschüre braucht.

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Apollo-Programm. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/apollo-programm/ (abgerufen am 17.06.2026).

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