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Returnal (2021)

Roguelike-Shooter: Eine Astronautin in einer Zeitschleife auf einem feindlichen Planeten.

Housemarque (Finnland, bekannt für Arcade-Shooter wie Resogun) veröffentlichte 2021 ein Spiel, das Roguelike-Gameplay mit narrativem Anspruch verschmolz. Die Astronautin Selene Vassos stürzt auf dem Planeten Atropos ab, stirbt, und erwacht wieder am Absturzort. Die Umgebung hat sich verändert, aber Fragmente bleiben: ein verlassenes Haus, das ihr Elternhaus zu sein scheint, und Leichen in ihrem eigenen Raumanzug.

Jeder Tod mischt die Levelstruktur neu, verteilt Waffen und Upgrades anders, ändert Raum-Layouts. Die Biome umfassen Urwald-Ruinen, blutrote Wüsten und abgründige Unterwasserhöhlen. Der Kampf verlangt Bullet-Hell-Präzision: Projektilwolken füllen den Bildschirm, und Selenes Dash mit Unverwundbarkeitsframes wird zum überlebenswichtigen Reflex.

Die Geschichte verschränkt griechische Mythologie (Sisyphos, Atropos als Schicksalsgöttin), kosmischen Horror und persönliches Trauma. Selenes Beziehung zu ihrer Mutter, symbolisiert durch das wiederkehrende Haus, bildet den emotionalen Kern. Die Auflösung (oder das, was man dafür hält) lässt vieles offen, und die Community diskutiert die Bedeutung bis heute.

Wer die Zeitschleifen-Thematik in Buchform sucht, liest All You Need Is Kill (Sakurazaka, Vorlage für Edge of Tomorrow), Dark Matter (Crouch) oder The First Fifteen Lives of Harry August (North).

Into the Breach unterscheidet sich von anderen Zeitschleifen-Spielen durch seine Konsequenz: Wenn eine Zeitlinie verloren ist, werden keine Erinnerungen mitgenommen, nur der Pilot mit seinen Fähigkeiten. Das ist eine Variante des Konzepts, die between-life-Wissen (wie in Harry August) und Kompetenztransfer kombiniert. Das Spiel macht explizit, was in vielen SF-Zeitschleifen implizit bleibt: Das Wissen, das man mitnimmt, ist Erfahrung, kein Gedächtnis.

Subset Games hatte mit FTL und Into the Breach zwei aufeinanderfolgende Treffer gelandet, was in der Indie-Szene selten ist. Das Advanced Edition Update (2022) war kostenlos, was in einer Zeit von Vollpreis-DLCs und Battle-Passes ein deutliches Statement war. Die Entwickler haben seitdem nichts veröffentlicht, was auf langsame Arbeit an einem neuen Projekt hindeutet.

Die Kaiju-Anleihen (riesige Insekten, die aus dem Boden auftauchen) sind offensichtlich, aber das Spiel umgeht die Glorifizierung des Kampfes. Die Mechs sind keine triumphierenden Helden, sie sind Werkzeuge des Schadensbegrenzung. Manchmal gewinnt man eine Zeitlinie nicht durch Sieg, sondern durch das Retten des Kraftwerks.

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Returnal (2021). In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/returnal/ (abgerufen am 17.06.2026).

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