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Saros (2026)

Returnal-Macher liefern ein düsteres Loop-Action-Spiel auf einem sterbenden Planeten.

Housemarque (nach Returnal von Sony übernommen) kündigte ein düsteres Action-Spiel an, das Returnal-DNA mit neuen Ideen kombiniert. Arjun Devraj wird auf den Planeten Carcosa geschickt (der Name verweist auf Ambrose Bierce und den Cthulhu-Mythos), wo eine Kolonie verschollen ist und eine sterbende Sonne den Himmel verdunkelt.

Wie in Returnal verändert sich die Welt bei jedem Tod: neue Layouts, neue Feindplatzierungen, neue Geheimnisse. Housemarque verspricht eine tiefere narrative Ebene als im Vorgänger: Arjuns Geschichte soll sich durch die Loops hindurch entwickeln, mit Beziehungen zu NPCs, die sich über mehrere Zyklen vertiefen.

Der Souls-like-Einfluss zeigt sich im Kampfsystem: gewichtige Nahkampfangriffe, Ausweichmanöver mit Timing-Fenstern, und Bosskämpfe, die Muster-Erkennung belohnen. Die Bullet-Hell-Elemente aus Returnal bleiben erhalten, verschmelzen aber mit dem neuen Kampfstil.

Wer die Zeitschleifen-Faszination in Buchform sucht, liest The First Fifteen Lives of Harry August (North), Recursion (Crouch) oder All You Need Is Kill (Sakurazaka).

Housemarques Designphilosophie nach Returnal ist direkt in Saros sichtbar: Das Loop-System soll nicht frustrieren, sondern das Lernen belohnen. Jeder Tod ist Information. Die Welt merkt sich, was du gelernt hast, auch wenn der Charakter zurückgesetzt wird. Das ist ein Designansatz, der in der SF-Literatur eine Entsprechung hat: In Blake Crouchs Dark Matter und Recursion ist das wiederholte Scheitern der Weg zur Lösung.

Der Planet Carcosa trägt einen kulturell aufgeladenen Namen. Ambrose Bierce erwähnte ihn 1891 in einer Kurzgeschichte. Robert W. Chambers nutzte ihn 1895 für seinen Horrorklassiker The King in Yellow. HBO's True Detective popularisierte ihn 2014 für eine neue Generation. Housemarque setzt mit dieser Namenwahl ein Signal: Saros ist kein frohlockender Weltraumabenteuer, sondern ein nihilistisches Horror-Setting mit literarischen Wurzeln.

Für Spieler, die nach Returnal weiterlesen wollen: Arkady Martines A Memory Called Empire greift das Motiv der Persönlichkeit auf, die aus einer Vorgänger-Erinnerung gespeist wird. Der Vergleich ist nicht direkt, aber die Frage, was man von einem früheren Selbst erbt, verbindet beide Werke.

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Saros (2026). In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/saros/ (abgerufen am 17.06.2026).

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