Ein Söldnerteam im Dschungel, das erst spät begreift, dass es selbst gejagt wird. Der Film beginnt als Muskelspiel und endet als Horror, in dem der letzte Überlebende mit Schlamm und Holzfallen kämpft.
Der Klassiker und immer noch der beste Einstieg.Der Predator-Führer
Sieben Filme aus vier Jahrzehnten, und die Reihe war schon zweimal totgesagt. Beide Male hat derselbe Regisseur sie zurückgeholt. Hier steht, welcher Film welcher ist, wo die Chronologie über tausend Jahre reicht und wo du sie siehst.
Die Filme im Einzelnen
Die Jagd zieht nach Los Angeles, mitten in einen Bandenkrieg. In der Trophäensammlung hängt für Sekunden ein Xenomorph-Schädel, und aus diesem Bild entstand später das ganze Crossover.
Für alle, die den ersten Teil mochten und wissen wollen, wie es weiterging.Eine Gruppe Fremder wacht auf einem fremden Planeten auf und begreift, dass sie als Wild ausgesetzt wurde. Solide gemacht und näher am ersten Teil als alles, was dazwischen kam.
Für Fans der Reihe, kein Einstieg.Shane Black spielte 1987 selbst mit und durfte hier inszenieren. Der Film ist lauter, witziger und deutlich uneinheitlicher, die Presse reagierte verhalten.
Der schwächste Teil. Kann man auslassen.Comanche-Gebiet im Jahr 1719, erzählt aus Sicht einer jungen Jägerin, die von ihrem Stamm nicht ernst genommen wird. Der Film erschien ohne Kinostart im Streaming und wurde zum meistgesehenen Start seiner Plattform.
Der beste moderne Einstieg, völlig ohne Vorwissen.Ein Animationsfilm mit drei getrennten Episoden: eine Wikingerin im Jahr 841, ein Ninja im Japan von 1609 und ein Pilot im Zweiten Weltkrieg. Jede Episode ist eine eigene Jagd, und alle drei laufen am Ende zusammen.
Für alle, die das Prinzip mögen und neue Epochen sehen wollen.Erstmals ist ein Predator die Hauptfigur. Dek wird von seinem Klan verstoßen und sucht auf dem Heimatplaneten den ultimativen Gegner, begleitet von einem Weyland-Yutani-Android. Weltweit 184,6 Millionen Dollar, der höchste Wert der Reihe.
Der derzeit beliebteste Teil, mit dem besten Publikumsurteil.Dazu kommen die beiden Crossover-Filme von 2004 und 2007. Anders als in der Alien-Reihe gelten sie hier weitgehend als Teil der Geschichte. Mehr dazu im Einstieg.
Prey, der Film, der die Reihe zurückholte
Nach dem enttäuschenden Teil von 2018 sah es schlecht aus. Dan Trachtenberg drehte daraufhin einen Film, der fast alles anders macht: kein Söldnerteam, keine schweren Waffen, keine Gegenwart. Stattdessen Comanche-Gebiet im Jahr 1719 und eine junge Frau namens Naru, gespielt von Amber Midthunder, die Jägerin werden will und der niemand das zutraut.
Der Reiz liegt im Ungleichgewicht. Naru hat Bogen, Beil und Beobachtungsgabe, ihr Gegner hat Tarnvorrichtung und Schulterkanone. Sie gewinnt über Beobachtung: Sie versteht das Verhalten des Jägers und wendet es gegen ihn, ähnlich wie im ersten Film von 1987.
Besonders ist außerdem die Tonspur. Zum Film entstand in der Nachbearbeitung eine vollständige Sprachfassung in Comanche, gesprochen von Comanche-Sprechern. Das gilt als der erste Spielfilm überhaupt mit einer kompletten Synchronfassung in einer indigenen nordamerikanischen Sprache. Auf Disney+ liegt sie unter den Zusatzinhalten.
Badlands, der Film aus Sicht des Jägers
Am 6. November 2025 kam Predator: Badlands in die deutschen Kinos, wieder von Dan Trachtenberg. Die Umkehrung ist radikal: Zum ersten Mal ist ein Predator die Hauptfigur. Dek, ein junger Jäger, wird von seinem eigenen Klan verstoßen und sucht auf dem Heimatplaneten Yautja Prime den Gegner, an dem er sich beweisen kann.
Begleitet wird er von Thia, einem Android des Konzerns Weyland-Yutani, gespielt von Elle Fanning. Das ist die derzeit deutlichste Verbindung zwischen beiden Reihen. Trachtenberg siedelte den Film bewusst in einer sehr fernen Zukunft an, nach allem bisher Erzählten, damit keine Widersprüche entstehen.
Kommerziell ist es der erfolgreichste Predator aller Zeiten: 184,6 Millionen Dollar weltweit. Bei der Kritik stehen 86 Prozent auf Rotten Tomatoes und 71 Punkte bei Metacritic, beim Publikum ein CinemaScore von A minus, der beste Wert der Reihe. Eine Fortsetzung ist bis Frühjahr 2026 nicht offiziell angekündigt, der Abspann legt sie allerdings deutlich nahe.
Die Chronologie über tausend Jahre
Bei Predator lohnt sich die Chronologie mehr als bei den meisten Reihen, weil die neueren Filme bewusst in die Vergangenheit gehen. Für den ersten Durchgang bleibt die Erscheinungsreihenfolge trotzdem die bessere Wahl, weil der Film von 1987 die Regeln setzt, auf die alles Spätere anspielt.
- 841Killer of Killers, Episode Wikinger
- 1609Killer of Killers, Episode Japan
- 1719Prey
- 1942Killer of Killers, Episode Zweiter Weltkrieg
- 1987Predator
- 1997Predator 2
- 2010Predators
- 2018Predator – Upgrade
- ferne ZukunftPredator: Badlands
Die Episoden von Killer of Killers laufen im Film selbst nacheinander und ergeben am Ende einen Zusammenhang. Wer sie einzeln in die Zeitleiste einsortiert, sollte den Film trotzdem am Stück sehen.
Wo du Predator 2026 in Deutschland siehst
Alle Filme der Reihe laufen im Abo von Disney+, einschließlich Prey, Killer of Killers und seit dem 12. Februar 2026 auch Badlands. Prey ist zusätzlich über Amazon Prime Video im Abo verfügbar. Die älteren Teile wandern gelegentlich zwischen den Anbietern, deshalb lohnt vor einem Abo ein Blick in den aktuellen Katalog.
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