Verfilmung

Avatar: The Way of Water

James Camerons Sequel (2022) verlegt die Handlung in die Riffvölker Pandoras und entwickelt die ökologische Philosophie des ersten Films weiter, mit bahnbrechender Unterwasser-Performance-Capture.

Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus dem Avatar-Franchise.

Avatar: The Way of Water erschien 2022, dreizehn Jahre nach dem Original, und spielte weltweit 2,32 Milliarden Dollar ein. James Cameron verlagerte die Handlung von den Wäldern Pandoras an die Küsten und unter die Meeresoberfläche und schuf dabei eine der visuell beeindruckendsten Filmwelten des Kinos.

Die Geschichte folgt Jake Sully und Neytiri, die inzwischen eine Familie haben, darunter adoptierte Kinder und den mysteriösen Kiri (Sigourney Weaver in Performance-Capture), die offenbar eine besondere Verbindung zu Eywa, dem planetaren Bewusstsein Pandoras, hat. Als die RDA (die menschliche Kolonialmacht) zurückkehrt und Colonel Quaritch als Avatar-Klon Jagd auf die Sullys macht, flieht die Familie zu den Metkayina, einem Riffvolk, das an den Küsten lebt und eine enge Beziehung zu den Tulkun pflegt, walartigen Meereslebewesen, die als intelligent und empfindungsfähig gelten.

Die technische Leistung lag in der Unterwasser-Performance-Capture. Camerons Team entwickelte ein neues System, bei dem die Schauspieler in einem riesigen Wassertank agierten, während Infrarot-Kameras ihre Bewegungen durch das Wasser hindurch aufzeichneten. Die Schauspieler mussten Freitauchen lernen (Kate Winslet hielt für eine Szene über sieben Minuten die Luft an). Das Ergebnis waren Unterwassersequenzen von einer Lebendigkeit, die reine CGI nicht erreicht hätte.

Thematisch erweiterte Cameron die ökologische Philosophie des ersten Films. Die Tulkun-Jagd durch menschliche Walfänger (die eine kostbare Substanz aus den Gehirnen der Tiere extrahieren) ist eine direkte Parallele zum historischen Walfang. Cameron machte die Parallele absichtlich offensichtlich: Die Gier nach einer Ressource rechtfertigt die Zerstörung eines empfindungsfähigen Wesens. Die Metkayina-Kultur, die mit den Tulkun in einer Art spiritueller Partnerschaft lebt, stellt das Gegenmodell dar.

Kritiker bemängelten die Länge (192 Minuten) und die einfache Konfliktstruktur (erneut Kolonialmacht gegen indigene Bevölkerung). Cameron plant mindestens drei weitere Avatar-Filme, die weitere Regionen Pandoras und die Frage erkunden sollen, wie die Menschheit mit einem bewussten Planeten koexistieren kann.

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Avatar: The Way of Water. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/avatar-the-way-of-water/ (abgerufen am 05.06.2026).