Verfilmung

Battlestar Galactica: Blood & Chrome

Pilotfilm (2012) für eine nie realisierte Prequel-Serie zu Battlestar Galactica: Der junge William Adama im zehnten Jahr des Ersten Zylonenkrieges.

Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus dem Battlestar-Galactica-Universum.

Blood & Chrome entstand 2012 als Pilotfilm für eine geplante Prequel-Serie, die chronologisch zwischen der Serie Caprica und dem Reimagined Battlestar Galactica angesiedelt ist. Syfy produzierte den Film, entschied sich aber gegen eine Serienbestellung. Der Film wurde zunächst in zehn Episoden zu je sieben bis zehn Minuten online veröffentlicht und lief später als zusammenhängender Fernsehfilm auf Syfy.

Die Handlung spielt im zehnten Jahr des Ersten Zylonenkrieges. Der junge Pilot William Adama, frisch von der Akademie, wird der Galactica zugeteilt. Statt der erhofften Kampfeinsätze bekommt er Frachtmissionen. Sein Co-Pilot Coker Fasjovik ist ein desillusionierter Veteran, der nur noch seine restlichen Diensttage absitzen will. Als die beiden einen rätselhaften Passagier an ein geheimes Ziel eskortieren sollen, wird aus der Routinemission eine Fahrt ins Herz der zylonenischen Verteidigungslinien.

Der Film zeigt eine Galactica, die noch neu und makellos ist, bemannt mit einer vollständigen Crew und im aktiven Kriegseinsatz. Für Fans der Hauptserie, die das Schiff als altersschwaches, improvisiertes Überlebensfahrzeug kennen, ist dieser Kontrast eindrucksvoll. Die visuellen Effekte, für ein Fernsehprodukt ungewöhnlich aufwändig, kombinierten Live-Action-Aufnahmen mit vollständig computergenerierten Umgebungen. Die Schauspieler agierten fast ausschließlich vor Greenscreens.

Ben Cotton spielte den jungen Adama, Luke Pasqualino übernahm die Rolle seines Co-Piloten. Der Film wurde von Regisseur Jonas Pate inszeniert, während das Drehbuch von Michael Taylor stammte, der bereits an der Hauptserie mitgeschrieben hatte.

Blood & Chrome steht exemplarisch für das Problem von Franchise-Erweiterungen in der Science Fiction: Der Film ist handwerklich solide, visuell ambitioniert und erzählerisch kompetent, konnte aber nicht genug Zuschauer binden, um eine Serie zu rechtfertigen. Das Battlestar-Galactica-Universum hatte mit Caprica bereits einen gescheiterten Spinoff-Versuch hinter sich, und Syfy war nicht bereit, ein drittes Risiko einzugehen.

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Battlestar Galactica: Blood & Chrome. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/battlestar-galactica-blood-and-chrome/ (abgerufen am 05.06.2026).