David Brin
Amerikanischer Astrophysiker und SciFi-Autor, bekannt für die Uplift-Saga und sein leidenschaftliches Eintreten für Transparenz und wissenschaftlichen Optimismus.
David Brin verbindet wissenschaftliche Expertise mit erzählerischem Talent und einem unerschütterlichen Glauben an die Fähigkeit der Menschheit, ihre Probleme zu lösen. Als promovierter Astrophysiker bringt er fundiertes Wissen in seine Romane ein, ohne darüber die menschliche Dimension zu vernachlässigen. Sein bekanntestes Werk ist die Uplift-Saga, eine Space-Opera-Reihe, die in einer Galaxis spielt, in der jede intelligente Spezies von einer älteren Spezies durch genetische Manipulation zum Bewusstsein gehoben wurde.
Die Menschheit ist die einzige bekannte Ausnahme, was sie zum Objekt von Verachtung und Faszination macht. Startide Rising (1983), der zweite Band, gewann sowohl den Hugo als auch den Nebula Award und folgt einem von Delfinen bemannten Raumschiff, das eine Entdeckung macht, die die galaktische Ordnung erschüttern könnte. The Uplift War setzte die Erfolgsserie fort und gewann ebenfalls den Hugo.
Brins Sachbuch The Transparent Society argumentiert, dass die Antwort auf Überwachung nicht weniger, sondern mehr Transparenz ist: Wenn Kameras überall sind, sollten Bürger sie ebenso nutzen können wie Regierungen. The Postman (1985), verfilmt mit Kevin Costner, erzählt von der Wiedergeburt der Zivilisation nach einer Katastrophe durch die symbolische Kraft eines Postboten, der Menschen wieder an ihre Gemeinschaft erinnert. Earth (1990) sagte mit erstaunlicher Genauigkeit das World Wide Web, Bürgerjournalismus und ökologische Debatten voraus.
Brin ist eine aktive Stimme in Debatten über die Zukunft der Menschheit, Weltraumforschung und die Verantwortung der Wissenschaft. Seine Romane strahlen einen rationalen Optimismus aus, der im Genre zunehmend selten geworden ist.
Brins wissenschaftlicher Werdegang ist ungewöhnlich fundiert: Nach einem Astrophysik-Abschluss am Caltech (1973) und einigen Jahren als Forschungsingenieur bei Hughes Aircraft promovierte er 1981 an der University of California, San Diego, in Weltraumphysik bei Nobelpreisträger Hannes Alfvén. Von 1983 bis 1986 forschte er als Postdoc am California Space Institute der UCSD, bevor der Erfolg von Startide Rising, das 1984 sowohl Hugo als auch Nebula gewann, seine Karriere endgültig zur Schriftstellerei verschob.
Die Uplift-Saga setzte er mit einer zweiten Trilogie fort, die mit Brightness Reef beginnt: Auf dem Planeten Jijo haben sich sechs verbannte Spezies, darunter Menschen, ein fragiles Zusammenleben aufgebaut, das durch die Rückkehr der galaktischen Zivilisationen bedroht wird. Infinity's Shore und Heaven's Reach führen die Geschichte zu einem galaxisweiten Showdown. Mit Kiln People (2002) erfand Brin ein eigenständiges Konzept: Menschen duplizieren sich in kurzlebige, aus Ton gebrannte Kopien ihrer selbst, um mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, was er für eine Detektivgeschichte über Identität und Eigentum am eigenen Selbst nutzte. 2013 half er, das Arthur C. Clarke Center for Human Imagination an der UCSD mitzubegründen, wo er seither als Scholar in Residence wirkt.
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David Brin. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/david-brin/ (abgerufen am 12.07.2026).
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