In-Orbit-Montage
In-Orbit-Montage bezeichnet den Zusammenbau großer Strukturen im Weltraum, von Raumstationen bis zu künftigen Großraumschiffen.
In-Orbit-Montage ist der Zusammenbau von Raumfahrzeugen, Stationen oder anderen Strukturen direkt im All. Die Internationale Raumstation ist das bekannteste reale Beispiel. Ihre Module wurden in vielen Starts in den Orbit gebracht und dort über Jahre verbunden, erweitert und gewartet. Dadurch wurde der Orbit selbst zur Baustelle.
Für zukünftige Raumfahrt könnte In-Orbit-Montage entscheidend werden. Sehr große Teleskope, Marsraumschiffe, Solarkraftwerke, Habitate oder Werften lassen sich kaum am Stück starten. Stattdessen könnten Module, Tanks, Trägerstrukturen und Schutzschilde im All zusammengefügt werden. Autonome Roboter und Weltraumschlepper würden dabei eine wichtige Rolle spielen.
Die technischen Hürden sind groß: Präzisionsnavigation, Docking, Energieversorgung, Wärmehaushalt, Strahlung, Werkzeugnutzung, Reparatur und Sicherheitsplanung. Gleichzeitig bietet der Orbit Vorteile. Es gibt keine Startvibrationen nach der Montage, keine Schwerkraftbelastung wie am Boden und viel Raum für große Strukturen.
Für BuchKnall verbindet In-Orbit-Montage Raumstationen, Weltraumkolonien, Robotertechnik und die Idee orbitaler Werften. Der Begriff zeigt, dass die nächste Stufe der Raumfahrt nicht nur im stärkeren Startsystem liegt. Eine raumfahrende Zivilisation muss im All bauen lernen.
In vielen Zukunftsentwürfen ist In-Orbit-Montage der Schritt, der aus Raumfahrt echte Raumindustrie macht. Sobald Strukturen regelmäßig außerhalb der Erde gebaut werden, verändert sich der Maßstab. Dann werden Habitate, Teleskope und interplanetare Schiffe nicht mehr als einzelne Missionen gedacht, sondern als Infrastruktur.
Für BuchKnall verbindet der Begriff Raumstation, Weltraumkolonie und Robotertechnik. In-Orbit-Montage ist eine jener unscheinbaren Voraussetzungen, ohne die viele große SF-Bilder technisch leer bleiben würden.
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