Phobos und Deimos
Die zwei winzigen Marsmonde — Phobos mit einem rätselhaften Monolithen auf der Oberfläche und dem Schicksal, in den Mars zu stürzen.
Was ist Phobos und Deimos?
Die zwei winzigen Marsmonde — Phobos mit einem rätselhaften Monolithen auf der Oberfläche und dem Schicksal, in den Mars zu stürzen.
Phobos (27 km) und Deimos (15 km) sind die beiden Monde des Mars, benannt nach den griechischen Göttern der Furcht und des Schreckens. Phobos umkreist den Mars so nah, dass er schneller rotiert als der Planet selbst — er geht im Westen auf und im Osten unter. In etwa 50 Millionen Jahren wird er die Roche-Grenze erreichen und zerrissen werden, wobei ein kurzlebiger Ring um den Mars entstehen könnte.
Auf Phobos fotografierte der Mars Global Surveyor 1998 einen etwa 90 Meter hohen Felsblock, der als 'Phobos-Monolith' bekannt wurde. Buzz Aldrin verwies öffentlich darauf und regte eine Mission an. In den 1950er und 60er Jahren spekulierte der sowjetische Astrophysiker Iosif Shklovskii, Phobos könnte hohl und künstlichen Ursprungs sein — basierend auf seinen ungewöhnlichen Orbitdaten. Die Theorie ist längst widerlegt (Phobos ist porös, nicht hohl), aber sie befeuerte Jahrzehnte an SF-Spekulationen.
Alastair Reynolds nutzt den Phobos-Monolithen in Blue Remembered Earth (2012) als Schlüsselelement. Donald A. Wollheim enthüllte in The Secret of the Martian Moons (1955), dass beide Monde außerirdische Raumschiffe sind. In Kim Stanley Robinsons Mars-Trilogie werden Phobos und Deimos als Materialquelle für Raumstationen genutzt.
2024 entdeckte die ESA-Sonde Mars Express mit Radar unbekannte Strukturen im Inneren von Phobos — die Spekulationen gehen weiter.
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