3 Bände · Ann Leckie
Imperial Radch
Space Opera
Imperial Radch von Ann Leckie ist eine abgeschlossene Trilogie aus Ancillary Justice (2013), Ancillary Sword (2014) und Ancillary Mercy (2015). Erzählerin ist Breq, der letzte funktionsfähige Rest eines Truppentransporters, dessen künstliche Intelligenz einst tausende Körper gleichzeitig steuerte und nun in einem einzigen gefangen ist. Ancillary Justice gewann 2014 den Hugo Award, den Nebula Award, den Arthur C. Clarke Award und den BSFA Award. Bekannt wurde das Buch auch für seinen Umgang mit Geschlecht, denn die Radchaai unterscheiden sprachlich nicht zwischen Frauen und Männern. Auf Deutsch erschien die Trilogie bei Heyne als Die Maschinen, Die Mission und Das Imperium in der Übersetzung von Bernhard Kempen.
Aktualisiert: 2026-08-26
Imperial Radch in der richtigen Reihenfolge
Wo anfangen?
Ancillary Justice, auf Deutsch Die Maschinen, ist der Pflichtstart. Der Roman läuft auf zwei Zeitebenen und verlangt auf den ersten fünfzig Seiten Geduld, weil Leckie Begriffe wie Ancillary oder Justice of Toren ohne Erklärung einführt. Wer sich darauf einlässt, hat die Mechanik nach dem ersten Drittel verstanden. Ein Einstieg bei Band zwei scheidet aus, weil die Handlung unmittelbar fortsetzt. Wer das Radch-Universum ohne Trilogie-Verpflichtung testen will, greift zum eigenständigen Provenance, das allerdings nur auf Englisch vorliegt.
Muss man alle Bände lesen?
Ja. Die drei Bände bilden einen durchlaufenden Handlungsbogen. Ancillary Sword und Ancillary Mercy setzen jeweils unmittelbar nach dem Vorgänger ein und spielen fast vollständig in einem einzigen Sternsystem, wodurch die Trilogie nach dem weiträumigen Auftakt kleiner und politischer wird. Wer diesen Perspektivwechsel nicht mag, kann nach Band eins aufhören, verpasst dann aber die Auflösung des Konflikts um die geteilte Herrscherin Anaander Mianaai.
Gut zu wissen
Neben der Trilogie spielen drei weitere Romane im Radch-Universum: Provenance (2017), Translation State (2023) und Radiant Star, das am 12. Mai 2026 bei Orbit erschien. Alle drei sind eigenständig und keine Fortsetzungen von Breqs Geschichte, greifen aber Institutionen und Fremdvölker des Imperiums auf.
Auf Deutsch liegt nur die Trilogie vor. Heyne hat Provenance, Translation State und Radiant Star bis August 2026 nicht übersetzt, eine Ankündigung gibt es nicht. Wer über Das Imperium hinaus weiterlesen will, braucht die englischen Orbit-Ausgaben.
Häufige Fragen
In welcher Reihenfolge liest man die Imperial-Radch-Bücher?
Die Trilogie wird in Erscheinungsreihenfolge gelesen: Ancillary Justice, Ancillary Sword, Ancillary Mercy, auf Deutsch Die Maschinen, Die Mission und Das Imperium. Provenance, Translation State und Radiant Star folgen danach in beliebiger Folge, weil sie eigenständige Geschichten im selben Universum erzählen und andere Figuren in den Mittelpunkt stellen.
Ist die Imperial-Radch-Trilogie abgeschlossen?
Ja. Breqs Geschichte endet mit Ancillary Mercy von 2015, offene Fäden bleiben nicht. Ann Leckie schreibt seither Einzelromane im gleichen Universum, zuletzt Radiant Star im Mai 2026. Diese Bücher beleuchten andere Regionen und Konflikte des Radch-Raums und führen Breqs Geschichte nicht weiter, lassen sich also unabhängig von der Trilogie lesen.
Gibt es alle Radch-Romane auf Deutsch?
Nein, nur die drei Trilogiebände. Heyne veröffentlichte Die Maschinen, Die Mission und Das Imperium in der Übersetzung von Bernhard Kempen. Provenance, Translation State und Radiant Star sind bis August 2026 unübersetzt geblieben. Für diese Titel muss man auf die englischen Ausgaben zurückgreifen.
Warum sind in Die Maschinen alle Figuren weiblich?
Die Sprache der Radchaai kennt keine grammatische Geschlechtsunterscheidung, weshalb die Erzählerin alle Personen gleich bezeichnet, unabhängig vom tatsächlichen Geschlecht. Die deutsche Übersetzung bildet das durch durchgehend weibliche Formen ab. Das ist ein bewusstes Stilmittel und zugleich ein Handlungselement, weil Breq außerhalb des Imperiums damit regelmäßig aneckt.