8 Bände · Martha Wells
Murderbot Diaries
Space Opera
Die Murderbot Diaries von Martha Wells drehen sich um eine Sicherheitseinheit, die ihr Steuermodul gehackt hat und ihre Freiheit vor allem dafür nutzt, Unterhaltungsserien zu streamen. Die Reihe umfasst acht Bände: fünf Novellen, darunter All Systems Red (2017) bis Exit Strategy (2018) und der Kriminalfall Fugitive Telemetry, sowie drei Romane, zuletzt Platform Decay im Mai 2026. Der Einstieg liegt eindeutig bei All Systems Red, das 2018 den Hugo und den Nebula gewann und sich an einem Abend lesen lässt. Auf Deutsch führt Heyne die vier Novellen gesammelt als Tagebuch eines Killerbots, danach folgen Der Netzwerkeffekt, Übertragungsfehler und Systemkollaps in der Übersetzung von Frank Böhmert. Getragen wird die Reihe von der Ich-Erzählung der Maschine, deren trockener Spott die eigene soziale Überforderung überdeckt.
Aktualisiert: 2026-08-26
Murderbot Diaries in der richtigen Reihenfolge
Wo anfangen?
All Systems Red ist der richtige erste Band. Die Novelle etabliert Erzählstimme und Konzernwelt auf gut 150 Seiten und funktioniert auch als abgeschlossene Geschichte, falls der Ton nicht trifft. Deutschsprachige Leser greifen zum Sammelband Tagebuch eines Killerbots, der die Novellen eins bis vier enthält und damit den gesamten ersten Handlungsbogen abdeckt. Wer über die Apple-Serie gekommen ist, startet ebenfalls hier, denn Staffel eins adaptiert genau diese Novelle. Ein Quereinstieg mit Network Effect ist nicht ratsam, weil der Roman Figuren und Vorgeschichte aus allen vier Novellen voraussetzt.
Muss man alle Bände lesen?
Die vier Novellen bauen unmittelbar aufeinander auf und ergeben zusammen einen Roman in vier Teilen; überspringen sollte man hier nichts. Ab Network Effect wird die Reihe episodischer. Fugitive Telemetry ist ein weitgehend eigenständiger Kriminalfall und der einzige Band, dessen Auslassung den Gesamtbogen kaum beschädigt. System Collapse dagegen setzt Network Effect direkt fort und ergibt allein gelesen wenig Sinn. Die drei Kurzgeschichten der Reihe sind Zugaben ohne Pflichtcharakter.
Veröffentlichungs- oder chronologische Reihenfolge?
Fugitive Telemetry erschien 2021 als sechster Band, spielt aber vor den Ereignissen von Network Effect, also zwischen Exit Strategy und dem ersten Roman. Für die Erstlektüre bleibt die Erscheinungsreihenfolge die bessere Wahl, denn Network Effect löst den Bogen der vier Novellen auf, und der ruhigere Ermittlungsfall wirkt danach als Verschnaufpause. Wer streng nach interner Zeitleiste liest, schiebt Fugitive Telemetry vor Network Effect und ändert sonst nichts an der Abfolge.
Gut zu wissen
Die deutsche Zählung weicht ab. Weil Heyne die ersten vier Novellen in einem Band zusammenfasst, ist Systemkollaps dort Band 4 und nicht Band 7. Platform Decay liegt seit Mai 2026 auf Englisch bei Tor vor; die deutsche Ausgabe erscheint am 10. Dezember 2026 als Plattformverfall in der Übersetzung von Michael Pfingstl.
Apple TV+ hat die Reihe unter dem Titel Murderbot verfilmt. Staffel eins startete am 16. Mai 2025 mit zehn Folgen und adaptiert All Systems Red, Alexander Skarsgård spielt die Hauptrolle. Die zweite Staffel wurde im Juli 2025 bestellt und 2026 in Madrid gedreht; sie soll mehrere Novellen zusammenfassen. Ein Starttermin stand im August 2026 noch aus.
Neben den acht Bänden gibt es vier Kurzgeschichten: Compulsory (2018), Obsolescence (2020), Home: Habitat, Range, Niche, Territory (2021) und Rapport (2025). Sie stehen außerhalb der Hauptreihe und lassen sich jederzeit nachholen.
Häufige Fragen
In welcher Reihenfolge liest man die Murderbot Diaries?
In der Erscheinungsreihenfolge: All Systems Red, Artificial Condition, Rogue Protocol, Exit Strategy, Network Effect, Fugitive Telemetry, System Collapse und Platform Decay. Nur Fugitive Telemetry fällt aus der Zeitleiste, weil es vor Network Effect spielt. Auf Deutsch beginnt man mit dem Sammelband Tagebuch eines Killerbots, der die ersten vier Novellen enthält, und liest danach Der Netzwerkeffekt weiter.
Ist die Murderbot-Reihe abgeschlossen?
Nein. Martha Wells hat die Reihe nicht für beendet erklärt, und Platform Decay vom Mai 2026 ist der bislang letzte Band. Die Bücher erscheinen in unregelmäßigen Abständen, zwischen System Collapse von 2023 und Platform Decay lagen knapp drei Jahre. Jeder Band schließt seinen eigenen Fall ab, echte Cliffhanger über Buchgrenzen hinweg sind selten.
Gibt es alle Bände auf Deutsch?
Bis auf den neuesten ja. Heyne hat die Novellen eins bis vier als Tagebuch eines Killerbots gebündelt und danach Der Netzwerkeffekt, Übertragungsfehler und Systemkollaps veröffentlicht, alle übersetzt von Frank Böhmert. Platform Decay folgt am 10. Dezember 2026 als Plattformverfall in der Übersetzung von Michael Pfingstl. Wer nicht warten will, greift zur englischen Ausgabe.
Muss man die Bücher kennen, um die Apple-Serie zu verstehen?
Nein. Staffel eins erzählt All Systems Red weitgehend geschlossen nach und setzt keine Buchkenntnis voraus. Umgekehrt lohnt die Novelle auch nach der Serie, weil die Ich-Perspektive der Maschine im Text deutlich mehr Raum bekommt als im Bild. Wer nach der Serie weiterlesen möchte, steigt bei Artificial Condition ein.