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A for Andromeda

Frühe BBC-Serie (1961) über ein außerirdisches Signal, das Bauanleitungen für einen Supercomputer enthält.

Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus A for Andromeda.

Der Kosmologe Fred Hoyle und der TV-Produzent John Elliot schrieben 1961 für die BBC eine siebenteilige Serie, die zu den frühesten ernsthaften Erstkontakt-Erzählungen im britischen Fernsehen gehört. Ein Radioteleskop fängt ein Signal aus der Andromedagalaxie auf, das sich als Bauanleitung für einen extrem leistungsfähigen Computer entpuppen wird. Die Maschine erzeugt schließlich ein künstliches Wesen in menschlicher Gestalt.

Die Serie machte Julie Christie zum Star und erreichte bis zu 12,9 Millionen Zuschauer. Wie damals bei der BBC üblich, wurden die meisten Aufnahmen nach der Ausstrahlung gelöscht. Nur Teile der Serie sind erhalten. Hoyle und Elliot schrieben parallel einen Roman, der die Geschichte ausführlicher erzählt. 1962 folgte die Fortsetzung The Andromeda Breakthrough als TV-Serie und Buch.

A for Andromeda nahm Themen vorweg, die später in Contact (Sagan, 1985) und der Arrival-Erzählung (Chiang, 1998) aufgegriffen wurden: Was passiert, wenn eine außerirdische Intelligenz uns technologische Geschenke macht? Ist Fortschritt durch fremde Bauanleitungen ein Segen oder eine Falle?

Fred Hoyle war zu dieser Zeit einer der bekanntesten Astronomen Großbritanniens und Verfechter der Steady-State-Kosmologie (also der Theorie, dass das Universum weder Anfang noch Ende hat, contra Big Bang). Seine wissenschaftliche Autorität verlieh der Serie Glaubwürdigkeit, und das Konzept, ein Signal aus Andromeda zu empfangen, war für 1961 ungewöhnlich konkret und physikalisch fundiert. Die Andromedagalaxie liegt etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt, was bedeutet, dass ein solches Signal entsprechend alt wäre.

Die Vernichtung der meisten BBC-Aufnahmen dieser Zeit ist ein kulturelles Desaster. Neben A for Andromeda fehlen Folgen von Doctor Who, Dad's Army und dutzenden anderen Serien, weil die BBC Magnetbänder routinemäßig löschte. Das macht die Serie zu einem historisch bedeutsamen, aber kaum zugänglichen Dokument.

Die Romanfassung von Hoyle und Elliot ist die beste Möglichkeit, die Geschichte heute zu erleben. Sie ist ausführlicher als die Serie und enthält wissenschaftliche Details, die im TV-Format gefehlt haben. Für Leser, die Erstkontakt-Szenarien mit wissenschaftlicher Fundierung bevorzugen: Carl Sagans Contact (1985) und Liu Cixins The Three-Body Problem (2008) sind die direkten Nachfolger dieser Tradition.

Diesen Eintrag zitieren

A for Andromeda. In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/a-for-andromeda/ (abgerufen am 04.06.2026).