Verfilmung

Aliens vs. Predator (Film)

Zwei Alien-Franchises treffen 2004 aufeinander: Die Xenomorphs aus Ridley Scotts Alien gegen die Yautja aus Predator, inszeniert als Crossover-Event in einer Pyramide unter dem antarktischen Eis.

Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus den Alien- und Predator-Franchises.

Die Idee, die beiden ikonischsten Filmmonster des Science-Fiction-Kinos gegeneinander antreten zu lassen, existierte lange vor dem ersten Film. Dark Horse Comics veröffentlichte bereits 1989 eine Comic-Reihe mit dem Titel Aliens vs. Predator, und in Predator 2 (1990) war ein Xenomorph-Schädel als Trophäe im Raumschiff der Yautja zu sehen. Diese kurze Einstellung genügte, um Fans über ein Jahrzehnt lang auf ein Crossover hoffen zu lassen.

Paul W. S. Anderson inszenierte 2004 die erste Verfilmung. Die Handlung spielt in einer uralten Pyramide unter dem Eis der Antarktis, wo Predators seit Jahrtausenden Xenomorphs züchten, um junge Krieger in einem rituellen Kampf zu prüfen. Ein Weyland-Industries-Team unter der Leitung von Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen, der in Aliens bereits den Androiden Bishop spielte) gerät zwischen die Fronten. Alexa Woods (Sanaa Lathan) verbündet sich mit einem überlebenden Predator, um die Xenomorph-Königin aufzuhalten.

Der Film erhielt gemischte Kritiken. Fans bemängelten die PG-13-Freigabe, die dem Franchise die Härte nahm, und die vereinfachte Mythologie. Andersons Inszenierung setzte auf Popcorn-Unterhaltung statt auf den Horror des Originals oder die Action-Intensität von Aliens. Kommerziell war der Film mit 177 Millionen Dollar Einspielergebnis bei einem Budget von 60 Millionen trotzdem ein Erfolg.

Aliens vs. Predator: Requiem (2007) versuchte, die Härte zurückzubringen, scheiterte aber an einer buchstäblich zu dunklen Inszenierung. Große Teile des Films spielen bei Nacht oder in schlecht beleuchteten Räumen, sodass Zuschauer kaum erkennen konnten, was auf der Leinwand passierte. Der Predalien (ein Xenomorph, der aus einem Predator geschlüpft war) blieb ein interessantes Konzept ohne befriedigende Umsetzung.

Die Videospiele zum Thema waren durchweg besser als die Filme. Rebellion Developments veröffentlichte mehrere Aliens vs. Predator-Titel, in denen Spieler wahlweise als Marine, Alien oder Predator antreten konnten. Besonders die Version von 1999 und das Reboot von 2010 gelten als atmosphärische Highlights. Die asymmetrische Spielmechanik, bei der jede der drei Fraktionen völlig unterschiedlich funktioniert, erzeugte eine Spannung, die die Filme nie erreichten.

Das Crossover-Konzept zeigt die Stärken und Schwächen von Franchise-Zusammenführungen. Die Mythologien beider Serien passen grundsätzlich zusammen: Predators als intergalaktische Jäger, die gezielt die gefährlichste Beute suchen, und Xenomorphs als die ultimative Herausforderung. Aber die Tonalität der Originalfilme lässt sich schwer vereinen. Alien lebt von Klaustrophobie und Körperhorror, Predator von Action und Survival-Thriller. Beide Stimmungen in einem Film unterzubringen, gelang keiner der Verfilmungen überzeugend.

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Aliens vs. Predator (Film). In: BuchKnall, das Science-Fiction-Lexikon. URL: https://www.buchknall.com/glossar/aliens-vs-predator/ (abgerufen am 05.06.2026).