Raumfahrt

ESA

Die European Space Agency koordiniert die Raumfahrtaktivitäten von 22 Mitgliedstaaten. Mit einem Budget von rund 7,8 Milliarden Euro betreibt die ESA Erdbeobachtung, Wissenschaftsmissionen und beteiligt sich an der ISS und am Artemis-Programm.

ESA
ESA/M. Trovatello

Die ESA (European Space Agency) wurde 1975 durch die Zusammenlegung der Vorgängerorganisationen ESRO (Weltraumforschung) und ELDO (Trägersysteme) gegründet. Ihr Hauptsitz liegt in Paris, das Europäische Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt, das Technologiezentrum ESTEC in Noordwijk (Niederlande) und der Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana).

22 Mitgliedstaaten finanzieren die ESA, wobei Deutschland, Frankreich und Italien die größten Beitragszahler sind. Das Budget betrug 2024 ca. 7,8 Milliarden Euro. Nicht alle ESA-Mitglieder sind EU-Staaten: Großbritannien, Norwegen und die Schweiz gehören dazu, Kanada ist assoziiertes Mitglied.

Wichtige Missionen: Rosetta/Philae (2014, erste Landung auf einem Kometen, 67P/Tschurjumow-Gerasimenko), Huygens (2005, Landung auf Saturns Mond Titan, zusammen mit NASAs Cassini), Gaia (kartiert eine Milliarde Sterne mit bisher unerreichter Präzision), Mars Express (Orbiter seit 2003), BepiColombo (unterwegs zum Merkur, Ankunft 2025), JUICE (Jupiter Icy Moons Explorer, gestartet 2023, Ankunft 2031), Euclid (2023, kartiert die Dunkle Energie). Das James Webb Space Telescope wurde zusammen mit NASA und CSA entwickelt; die ESA lieferte die Ariane-5-Startrakete und zwei der vier Instrumente.

Die ESA stellt das Columbus-Modul und den ATV-Frachter für die ISS bereit. Europäische Astronauten fliegen über die ESA zur Station. Das European Astronaut Centre (EAC) in Köln bildet die Astronauten aus.

Die ESA ist keine Raumfahrtbehörde im engeren Sinne, sondern eine zwischenstaatliche Organisation. Nationale Raumfahrtagenturen (DLR in Deutschland, CNES in Frankreich, ASI in Italien) existieren parallel und führen eigene Programme durch.

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